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Reise-Wissen Ägypten: Die Tempel von Abu Simbel
Reise-Wissen Ägypten: Die Tempel von Abu Simbel

Sie gehören zu den bemerkenswertesten Tempelbauten ganz Ägyptens. Rund 320 km muss man von Assuan durch die nubische Wüste fahren, um die Tempel zu erreichen. Der große Tempel wurde auf einer Breite von 38m und bis in eine Tiefe von 65m aus dem Felsen heraus gehauen. Wahrzeichen des großen Tempels sind die vier kolossalen Pharaosstatuen. Ramses II. wird auf dem Thron sitzend dargestellt. Jede Figur ist 20m hoch und mehr als 4m breit. Diese Säulen sind nicht nur ein Denkmal für Pharao Ramses II. sondern auch die Stützpfeiler der 31 m hohen Fassade. Zweimal im Jahr, am 21. März und am 21. September, fällt um 5:58 Uhr am Morgen ein Sonnenstrahl durch den 65m langen Gang, der den Eingang vom Heiligtum ins Innere trennt

Nach der Errichtung des Assuan-Staudamms füllte sich langsam aber unaufhörlich der riesigen Nasser-Stausee und drohte die Tempel zu überfluten. Die UNESCO ließ daraufhin mit einem unglaublichen Aufwand den großen und den kleinen Tempel zurück versetzen, so dass ihnen die Fluten nichts anhaben konnten. Ein schwedisches Projekt kam zur Ausführung: die völlige Abgrabungen der über den Tempeln liegenden Felsmasse, die zur Teilung des Tempels in viele Blöcke und den anschließenden Wiederaufbau einer höheren Ebene. Insgesamt wurden die Standbilder in 1036 Blöcke mit einem durchschnittlichen Gewicht von 30t pro Stück zersägt. Am 21. Mai 1965 begannen die Arbeiten, an deren Ende die Anlage rund 90m entfernt von ihrem alten Standtort wieder errichtet war.


© 2005 Peter Jurgilewitsch

20.07.10