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Reise-Wissen Ägypten: Die Pyramiden von Gizeh und der Sphinx
Die Pyramiden von Gizeh
Keine anderen Bauwerke auf der Welt lassen den Besuchern derart atemlos zurück wie die Pyramiden von Gizeh. Eine längst versunkene - 3000 Jahre währende - Epoche der ägyptischen Hochkultur wird hier – in unmittelbarer Nähe zu Kairo - auf sehr anschauliche Weise präsentiert. Entstanden sind die Pyramiden in der vierten Dynastie (von insgesamt 30 Dynastien) in der Zeit von 2600 bis 2500 v. Chr. und tragen berühmte Namen der Pharaonen Cheops, Nephren und Mykerinos. Unvorstellbare 10 Millionen Tonnen Sandstein wurden für die insgesamt neun Pyramiden verbaut. Bis heute konnte nicht mit Bestimmtheit geklärt werden, wie die Altägypter diese Monumentalbauwerke errichten konnten.

Die Cheops-Pyramide
Die Cheops-Pyramide von Gizeh
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Bauzeit der Cheops-Pyramide an die 20 Jahre gedauert hat. Als das ca. 230 Meter lange, quadratische Weltwunder dann endlich fertig gestellt war, türmten sich an die 2,6 Millionen Kubikmeter Steinblöcke auf die stolze Höhe von ca. 147 Meter. Der spitze Abschlussstein, das sogenannte Pyramidion, war damals mit einer Silber-Gold-Legierung ummantelt und reflektierte die Sonnenstrahlen in alle Himmelsrichtungen. Das Pyramidion, die Spitze fehlt seit ewigen Zeiten, so dass die Pyramide nur noch 139 Meter hoch ist. Die Cheops-Pyramide war in der Menschheitsgeschichte sehr lange das höchste Gebäude der Welt. Im Jahre 1889 wurde sie dann - zumindest was die Höhe anging - vom Eiffelturm in Paris verdrängt.

Die Chephren-Pyramide
Die Chephren-Pyramide ist sehr leicht erkennbar, denn sie ist die einzige Pyramide an deren Spitze noch ein Teil der ursprünglichen Verkleidung erhalten geblieben ist. Sie ragt mit einer Höhe von ca. 137 Metern (von den ursprünglich ca. 144 Metern) in den Himmel und ist damit nur etwas niedriger und kleiner als die Cheops-Pyramide. Durch den Bau auf einem höheren Plateau erscheint sie dennoch höher als die Cheops-Pyramide. Ihre quadratische Grundfläche misst ca. 210 Meter.

Die Mykerinos-Pyramide

Die dritte Pyramide von Gizeh ist die Mykerinos-Pyramide. Sie ist mit einer Höhe von ca. 62 Metern (ehemals ca. 67 Metern) die kleinste der drei Pyramiden. Ihre quadratische Grundfläche misst ca. 109 Meter. Sie ist nicht wie die Anderen mit den leicht zu gewinnenden Kalksteinplatten verkleidet, sondern mit hartem Granit. Damit dürfte damals der Arbeitsaufwand so groß gewesen sein wie bei den beiden anderen Pyramiden.

Die Sphinx

Die Sphinx von Gizeh
Die Sphinx bewacht das Pyramidenareal. König Chephren ließ die weltberühmte Löwengestalt mit dem Menschenanlitz aus einem stehengebliebenen Block meißeln. Umstritten ist bis heute, wessen Anlitz die Sphinx darstellen soll, vielleicht geben die Züge das Gesicht des Herrschers Chephren wieder. Wie alles in der ägyptischen Geschichte sind auch die Maße der Sphinx kolossal; 20 Meter hoch und ganze 73 Meter lang. Allein das Ohr misst stolze 1,40 Meter und das Gesicht ist ca. 4,50 Meter breit. Den früheren Arabern war die riesige Statue nicht ganz geheuer, so dass sie ihr den Namen Vater des Schreckens verliehen (arabisch: Abu al Hol).

Hier finden Sie weitere Bilder zu Ägypten und zu den Pyramiden.

20.07.10