|
Reise-Wissen Ägypten: Das Dromedar |
Reise-Wissen Ägypten: Das Dromedar
Das Dromedar hat im Gegensatz zum Kamel nur einen Höcker. In der Wildnis kommen Dromedare so gut wie überhaupt nichtmehr vor. Es handelt sich meist um domestizierte Exemplare. Das Dromedar kommt in verschiedenen Farben vor. Die Palette reicht von sandfarben über weiß bis hin zu dunkelbraun. Scheitel, Nacken, Hals und Rumpf sind mit längerem Haar bedeckt. Die Oberlippe der Dromedare ist gespalten. Die Nasenlöcher sind verschließbar und schlitzförmig. Die Augenlider der tragen sehr lange Wimpern.
Der Mensch nutzt Dromedare wie Kamele als Lasttiere und da sie die Fähigkeit haben, lange ohne Wasser auszukommen, eignen sich die Tiere besonders für ein Leben in wüstenhaften Gebieten. Daß die Wasservorräte der Dromedare im Höcker gespeichert werden ist ein weit verbreiteter Irrtum. Der Rückenhöcker enthält Fettvorräte, die das Tier verbrennen kann, um Energie und Flüssigkeit daraus zu gewinnen. Wasser kann in seinem Magen gespeichert werden. Die Nieren resorbieren einen Großteil der Flüssigkeit, indem sie den Urin stark konzentrieren. Auch dem Kot wird vor der Ausscheidung die meiste Flüssigkeit entzogen.
Dromedare ernähren sich von Gras und anderen Pflanzen. Während einer Trockenperiode kann ein Dromedar bis zu 25% seines Körpergewichts verlieren, ohne zu verdursten. Nur alle zwei Jahre kann ein Weibchen ein Junges nach einer Tragezeit von 365-440 Tagen gebären. Dabei zieht es sich von der Herde zurück, um das Junge allein zu gebären. Nach etwa einem Tag kehrt die Mutter mit dem Jungtier zur Herde zurück. |
20.07.10 |
|