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Kappadokien, Land der Tuffkegel, Höhlenkirchen und unterirdischen Städte |
Im Herzen von Anatolien in der Türkei liegt das Naturwunder Kappadokien (türkisch: Kapadokya). Kappadokien ist für seine einzigartige Tuffsteinlandschaft mit bizarren Felsformationen unterirdischen Städten und unzähligen Höhlenkirchen berühmt, und lockt jährlich über eine Million Touristen an. Die Allerschönsten sind im Göreme Milli Nationalpark im Dreieck Ürgüp-Nevşehir-Avanos zu finden.
Verantwortlich für diese spektakuläre Landschaft sind zwei Vulkanberge - der Erciyes Daği (3.916 m) und der Hasan Daği (3.253 m), die vor ca. 60 Millionen Jahren entstanden sind. Durch unzählige Vulkanausbrüche in der Urzeit überlagerten sich unzählige Schichten des vulkanischen Materials auf surreale Weise und ließen eine ebenso atemberaubende wie märchenhafte Landschaftsszenerie entstehen, die man entweder wunderbar zu Fuß durchstreifen, aber auch per Heißluftballon befahren kann.
Zu den Highlights dieser Region zählen das Göreme Open Air Museum, Zelve, Mustafapaşa und Uçhisar, Derinkuyu und die Ihlara-Schlucht.
Das Göreme Open Air Museum ist ein Kirchental. Das Areal aus der Blütezeit des byzantinischen Reichs diente den Mönchen im Mittelalter als Wirkungsstätte. In den Felswänden entstanden viele Kirchen und Klosteranlagen, deren Architektur und Freskenmalerei einmalig sind. Die UNESCO hat das Kirchental 1985 zum Weltkulturerbe ernannt.
Zelve auch ein Kirchental, besticht insbesondere durch die bizarren Felswohnungen, die bis in die 50er Jahre noch bewohnt waren. Die Felsenkirchen von Zelve sind zwar weniger kunstvoll ausgemalt als die des Göreme Open Air Museum, dafür ist die Höhlensiedlung erheblich größer und landschaftlich interessanter. Mustafapaşa und Uçhisar sind zwei kleine, noch sehr ursprünglich wirkende kappadokische Bilderbuchdörfer, denen man unbedingt einen Besuch abstatten sollte.
Derinkuyu lockt mit der berühmtesten unterirdischen Stadt Kappadokiens. Sie bot insbesondere in Krisenzeiten, z.B. während der Christenverfolgung, einigen Tausend Menschen teilweise monatelangen Schutz und geht acht Stockwerke und ca. 60 Meter in die Tiefe.
Die Ihlara-Schlucht, der Grand Canyon der Türkei, liegt am südlichen Rande von Kappadokien und ist ein landschaftliches Grandiosum. Eine Wanderung von ca. 11 km hindurch vorbei an unzähligen interessanten Höhlenkirchen ist eine tolle Sache.
Hier finden Sie weitere Bilder zu Kappadokien. |
19.04.08 |
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