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Istanbul - Stadt auf zwei Kontinenten zwischen Okzident und Orient |
In Istanbul kann man schon mal den Überblick verlieren. In der inzwischen auf 12 Millionen Einwohner angewachsenen Metropole am Bosporus pulsiert das Leben - fast rund um die Uhr. Es ist aber nicht die Größe, sondern der anatolische Charakter, der sie so einzigartig macht. Vier/Fünftel der Istanbuler kommen vom Land, suchten einst ihr Glück in der größten Metropole der Türkei.
Hässliche Wohnblöcke in den Vorstadtvierteln zeugen heute noch von der Einwanderungswelle und in seiner Gesamtheit entpuppt sich Istanbul als der Mikrokosmos der Türkei. Die Infrastruktur und die Wasserversorgung wurden in den letzten Jahren grundlegend verbessert. Auch der Zuzug ist mittlerweile rückläufig und die Griechen, die Istanbul in den letzten Jahrhunderten mit geprägt haben, sind größtenteils weggezogen. Geblieben ist ein noch immer katastrophaler Verkehr in einer kosmopolitischen Stadt. Istanbul ist auf sieben Hügeln erbaut. Steht man auf Einem, steht man gleichzeitig vor der Frage, welches Wasser bzw. welches Meer gerade vor einem liegt. Ist es der Bosporus, die Meerenge zwischen Kleinasien und Europa? Oder das Goldene Horn, eine langgezogene Bucht, oder ist es das Marmarameer, ein Binnenmeer, welches ein Abschnitt der innereurasischen Grenze darstellt? Den besten Blick erhält man zweifelsohne vom Galataturm. Das gewaltige Gebäude in dem Stadtteil Beyoglu wurde von den Genuesen im 14. Jahrhundert erbaut, ist 67 m hoch und beherbergt ein Restaurant und eine Aussichtsplattform. Nach Sultanahmet, die historische Altstadt und Zentrum Istanbuls, geht man über die gleichnamige Galata-Brücke. Zu fast jeder Tageszeit begegnet man hier den Stadtfischern, die aufgereiht mit ihren Angeln ein herrliches Bild abgeben. Abwechselnd ziehen Sardinen- oder Seebarschschwärme durch die Meerenge - je nachdem wie täglich die Winde wechseln und dadurch die Strömung beeinflusst wird. In Sultanahmet thront die Blaue Moschee mit ihren sechs Minaretten und ihr gegenüber die Hagia Sophia. Der Große Basar und der Topkapi-Palast in unmittelbarer Nähe sind weitere touristische Highlights, die bei einem Stadtbesuch auf der Liste der Sehenswürdigkeiten stehen müssen. Ein romantischer und zugleich orientalischer Moment ist der Anblick des Sonnenunterganges am Goldenen Horn. Am Besten speisen Sie auf der Dachterrasse eines Restaurants und genießen, wie die Sonne versinkt und das Wasser golden schimmern lässt. Anschließend sollte man die sogenannte "Blaue Stunde" in der Dämmerung nicht verpassen, in der sich die Silhouetten der Moscheen wunderschön präsentieren, während der Muezzin seinen Gebetsruf in die Stille der Nacht singt. Dieser Moment wird Jedem in Erinnerung bleiben!
Ein Rundgang durch Istanbul ist wie eine Reise durch den Orient. Sicherlich werden Touristen auf der Divan Yolu Road, die sich in der Altstadt schnurstracks von der Hagia Sophia Richtung Westen erstreckt, von den Türstehern der Restaurants penetrant angesprochen. Geht man aber einfach nur weiter, oder mal in eine Seitenstraße, fühlt man sich inmitten des türkischen Leben und wird kaum noch wahrgenommen und kann sich vor Allem purer Lebensfreude der Istanbuler sicher sein.
Die ehemalige "geistige Mitte" Istanbuls, in der bis in die 90er Jahre noch von mehreren Verlags- und Zeitungshäusern ihren Sitz hatten, ist ab Frühjahr, ganz in der Hand der Ausländer. Zahlreiche Busse überfüllen dann die Parkplätze und die Touristen aus allen Ländern werden auf Istanbul losgelassen. Sie alle wollen die einmalige Synthese aus Okzident und Orient erleben. Wo sonst sind alte Basare neben modernen Shopping-Centern, altosmanische Holzhäuser zwischen Hochhäusern oder verschleierte Frauen zwischen selbstbewußten Mädchen mit Minirock zu erleben? In der schnellebigen Stadt versucht jeder, irgendwie durchzukommen. Ständig werden neue Cafés oder Geschäfte eröffnet, die dann nach einiger Zeit wegen Umsatzmangel wieder schließen. Die Boomjahre sind lange vorbei, denn auch die Türkische Wirtschaft ist der Globalisierung ausgesetzt. Viele Istanbuler versuchen, sich als Straßenverkäufer durchzuschlagen. Die meisten einheimischen Geschäftemacher haben sich zwischen dem Stadtteil Levent und dem Tünel-Platz angesiedelt.
Empfohlene Sehenswürdigkeiten:
- Archäologisches Museum
- Arnavutköy
- Blaue Moschee
- Chora-Kirche
- Galata-Turm
- Großer Basar
- Hagia Sophia
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- Hayal Kahvesi
- Hotel Pera Palas
- Sali Pazari - Wochenmarkt
- Süleymaniye Camii Moschee
- Topkapi-Palast
- Yerebatan-Zisterne
| Beliebte Stadtbezirke:
- Besiktas
- Beyazit
- Kadikoy
- Ortakoy
- Sisli
- Sultanahmet
- Taksim
| In der langen Geschichte Istanbuls, die früher Konstantinopel bzw. Byzanz hieß, gab es immer wieder Auf und Abs. Doch irgendwie haben sich Stadt und Menschen immer wieder gefunden. Auch hat Istanbul die Entscheidung überstanden, als Ankara 1923 den Status der Hauptstadt übernahm. Für viele Türken gilt der allgemeine Spruch, dass das Schönste an Ankara der abendliche Rückflug nach Istanbul ist. Hier finden Sie weitere Bilder zu Istanbul . |
4.07.08 |
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