|
Garden Route - eine Tour entlang der Küste Südafrikas |
Einer der Höhepunkte eines Besuches in Südafrika ist die berühmte Garden Route, der lange, grüne Küstenabschnitt zwischen Port Elizabeth und Kapstadt. Ein Teilbereich der Gartenroute von Mossel Bay bis Tsitsikamma, etwa 300 km lang, ist bei Touristen besonders beliebt.
Die Annahme, daß die Garden Route ein Garten voller Blumen und Blütenteppichen ist, muß man eher verneinen. Natürlich gibt es viele Pflanzen, doch eigentlich sind es die dunkelgrünen Wälder sowie die farbigen Fynbos zur Blütezeit, die die Entdecker seinerzeit nach ihren langen Schiffsreisen auf den Namen gebracht haben. Bedingt durch die mediterranen Temperaturen, den fruchtbaren Boden und den tropischen Niederschlagsmengen aufgrund der Meeresnähe ist dieser Teil Südafrikas ein idealer Platz für eine reichhaltige Vegetation.
Zahlreiche Flüsse, Seen, Mündungstrichter, felsige und sandige Küstengebiete am Indischen Ozean bestimmen neben den üppigen Wäldern das Bild der Garden Route. Wer sich reichlich Zeit nimmt und die Strecke nicht in 10 Tagen abreißen muß, der kann sich mit zahlreichen Aktivitäten in der Natur austoben. Ob Wandern, Angeln, Kanu fahren, Bungee Jumping, Reiten, Surfen oder Mountainbiking – hier ist für jeden Sportler etwas dabei. Auch wenn die Meerestemperatur des Ozeans nicht an dem vom Mittelmeer herankommt, ist ein Bad abseits der Route N2 immer eine erfrischende Sache. Die küstennahe Region zeichnet sich durch malerische Buchten, einsame Strände, hohe Kliffe und Felswände aus.
Mit einem Fernglas kann man sogar nach Walen und Delphinen Ausschau halten, die in der Zeit von Juli bis November in größeren Zahlen u.A. im Plettenberg Bay anzutreffen sind. Daneben ist ein Besuch der Robben-Kolonie im Robberg Nature & Marine Reserve zu empfehlen.
Natürlich bietet die Garden Route noch weitere tierische Höhepunkte. Ob die Straußenfarmen in Oudtshoorn und am Cape Point mit der Möglichkeit zu einem Straußenritt, ob die bis zu 6 Meter langen Krokodile auf der Cango Wildlife Ranch oder die Pinguinkolonie bei Simon´s Town – überall begegnen dem Besucher bedrohte Tierarten.
Von Knysna, dem Mittelpunkt der Garden Route, fuhr bis 2006 noch die Outeniqua Choo Choo (Tjoe-Tjoe) Dampflokomotive durch die Wilderness bis nach George, ehe ein Erdrutsch die Bahnlinie unpassierbar gemacht hat. Leider ging damit auch das viel fotografierte Motiv mit der Bogenbrücke am Kaaimans River verloren.
Viele Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein, Nationalparks zur Erkundung der Natur oder der Tierwelt. Der Tsitsikamma Nationalpark z.B. mit seiner bizarren Felsküste und seinem Urwald mit den uralten Gelbholzbäumen (Big Tree) liegt direkt an der Landstraße N2 und ist nicht zu übersehen. Ein Muß ist der Storms River Mouth Trail, ein 1 Kilometer langer Weg zu einer 70 Meter langen Hängebrücke und das Featherbed Nature Naturreservat, welches zum UNESCO–Weltkulturerbe gehört. Die Cango Caves ist ein Tropfsteinhöhlensystem mit weit verzweigten und zum Teil noch unerforschten Tunneln.
Egal, ob die Garden Route von Port Elizabeth oder von Kapstadt begonnen wird, der Addo Elephant Park ist schon eine Pflichtbesichtigung, wenn man keine Zeit für den weiter entfernten Kruger National Park hat. Die ca. 300 letzten Kapelefanten unterscheiden sich im Vergleich zu ihren Artgenossen im Krügerpark durch ihre rötlich-braune Farbe. Neben den Dickhäutern haben auch wieder Raubkatzen wie Löwen und Leoparden sowie über 170 verschiedene Vogelarten einen Lebensraum in dem 8.600 ha großen Tierpark gefunden. Zu guter letzt darf der Besuch des südlichsten Punkts Afrikas, der Kap der guten Hoffnung, auch der nicht fehlen. Das früher bei Seefahrern gefürchtete Kap liegt wie Cape Point mit seinem Leuchtturm auf einer Kap-Halbinsel, ca. 50 km südlich von Kapstadt. Für die Stadt mit dem berühmten Berg ist allerdings eine weitere Urlaubswoche nötig Hier finden Sie weitere Bilder zur Garden Route. |
14.01.09 |
|