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East London - Stadt an der Ostküste - Strand und mehr |
Der einzige Flusshafen von Südafrika wächst mit dem Aufschwung von Handel und Industrie, die Touristenanlagen mit feinsandigen Stränden am Indischen Ozean werden weiter ausgebaut und Museen und Parks verschönert. In der Umgebung von East London liegen das Tierreservat Mpongo Park und die Wilden Küsten von Ostkap und Transkei.
Trotz des Namens, der an die Ursprünge der Stadt als 1848 erbauter Nachschubhafen für britische Truppen erinnert, ist sie stark mit den deutschen Siedlern verbunden, die ein paar Jahre später eintrafen. Für sie wurde eigens ein Denkmal errichtet, und sie gründeten in der Nähe Ortschaften mit Namen wie Potsdam, Berlin und Braunschweig. East London, an der Mündung des Buffalo River gelegen, ist Eisenbahnknotenpunkt und Exporthafen für die Goldminen des Oranje-Freistaates, führt Mais, Ananas und Wolle, aus der Ciskei und der Transkei aus und dient als Güterumschlagplatz für die nördlichen Staaten Zaire, Zambia und Zimbabwe. Das Wahrzeichen des Hafens, der größte Getreidespeicher der südlichen Welt, verkörpert das Wachstum der Stadt in jüngster Zeit. Ausflüge in die Transkei, wo Nelson Mandela herkommt, machen sie mit den stolzen Stämmen der Xhosa und ihrer Volkskunst bekannt.
Im Mittelpunkt von East London, um die Kreuzung der Hauptachsen Oxford Street und Fleet Street, haben sich ein paar stilvolle Gebäude aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erhalten. So befindet sich in der Fleet Street das Old Lock Street Gaol, einst Garnisonsfort, später Südafrikas erstes Frauengefängnis und heute zu einem schicken Einkaufszentrum mit eleganten Cafés umgebaut. Im nördlichen Teil der Oxford Street, liegt die in einem prächtigen Haus aus dem 20. Jahrhundert untergebrachte Ann Bryant Art Gallery mit zeitgenössischen Werken einheimischer und englischer Künstler.
Im East London Museum am Nordende der Oxford Street kann man das berühmte Exemplar des Quastenfüßlers Coelacanthus bewundern, von dem man annahm er sei vor 40 Millionen Jahren ausgestorben, ehe er sich 1934 in den Netzen eines Fischers verfing. Jetzt ist dieser Fisch, der Wissenschaft zuvor nur von Fossilien her bekannt, hier ausgestellt – 1,6 Meter lang und säuberlich ausgestopft. Tatsächlich ausgestorben ist der Riesenvogel Dodo aus Mauritius, dessen lebensgroße Nachbildung, zusammen mit dem einzigen bekannten Dodo-Ei der Welt, ebenfalls gezeigt wird. In den historischen Abteilungen kann die Geschichte der Xhosa-Stämme und der frühen europäischen Siedler verfolgt werden.
Das 1876 erbaute Gately House war die Residenz des ersten Bürgermeisters von East London, John Gately; es enthält noch die authentischen Möbel aus dem Familienbesitz. Der über die doppelstöckige Buffalo Bridge erreichbare Anlegeplatz Latimers Landing wurde zu einem Geschäftsviertel mit zahlreichen Restaurants umgebaut. Hier werden auch Hafenrundfahrten angeboten. An der Esplanade, die nach Nordosten hin an der Bucht entlang verläuft, liegt das Aquarium mit über 400 Arten von Fischen und anderen Meerestieren. Viel Spaß bereiten die Pinguine und dressierten Seehunde. Hinter dem Aquarium steht das German Settlers Memorial; er erinnert an die Landung von 2315 deutschen Männern, Frauen und Kindern im Jahre 1857, die zur Weiterentwicklung des Hafens und Hinterlandes wesentlich beitrugen.
Der große Queens Park im Westen der Stadt ist beliebt für seinen Zoo und den Botanischen Garten mit einheimischen Bäumen und Sträuchern. Orient Beach gleich neben der Hafeneinfahrt ist ein schöner Sandstrand mit Kinderbecken und guter Aussicht auf die einlaufenden Ozeanriesen. Am Eastern Beach findet man die großen Hotels mit zahlreichen Wassersportmöglichkeiten und direkt gegenüber findet der populäre Marina-Flohmarkt statt. Ausflüge in die Umgebung von East London: Im Tierreservat Mpongo Park, 30 Kilometer nordwestlich von East London, gibt es weiße Nashörner, Giraffen, Elefanten und Flusspferde zu bewundern. Die Cape Wild Coast ist gesäumt von Naturschutzzonen wie Bosbokstrand und Henderson, in denen man Tierbeobachtung mit Schwimmen im Meer verbinden kann. Der schönste Badeort an der Wild Coast ist Morgan`s Bay, das sich 90 Kilometer östlich von East London an den Fuß wild zerklüfteter Klippen schmiegt. Transkei rühmt sich seiner eigenen Wild Coast, bei Wanderern und Schwimmern beliebt wegen ihrer Sandstrände, die mit grünen Wäldern und Süßwasserlagunen abwechseln. Transkei ist die Heimat des Xhosa-Volkes, das sich im 19. Jahrhundert tapfer gegen britische Kolonisten wehrte, ehe es sich deren überlegener Feuerkraft ergab. Die Stammesbräuche leben weiter, doch die traditionelle Kleidung wird zusehends von T-Shirts und Jeans verdrängt. |
15.05.10 |
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