Ipicture Startseite Reiseberichte Südafrika Durban – Hafenstadt, Sonne, Strand, Surfen und Wellenreiten
Durban – Hafenstadt, Sonne, Strand, Surfen und Wellenreiten
Aus allen Teilen Südafrikas kommen die Menschen hierher zum Wellenreiten, Rikschafahren oder Promenieren. Durban ist das beliebteste Seebad des Landes, aber auch die wichtigste Hafenstadt, was der Ferienstimmung jedoch keinen Abbruch tut.
Universitätsgebäude von KwaZulu-Natal in Durban
Die Geschichte von Durban begann im Jahre 1823, als die Briten zum Tauschhandel mit der mächtigen Zulu-Nation hier eine kleine Niederlassung gründeten. In der Atmosphäre von Ferien und Vergnügen ist nichts mehr von all den bitteren und blutigen Kämpfen zu spüren, die hier ausgefochten wurden – Schwarze gegen Schwarze, Weiße untereinander und gegen Schwarze, bis 1844 die ganze Provinz Natal von den Briten als Kolonie annektiert wurde.

So manche Erinnerung an England ist in Durban lebendig geblieben; KwaZulu / Natal ist auch die einzige Provinz, in der mehr Englisch gesprochen wird als Afrikaans. In Durban leben mehr Inder als in irgendeiner anderen Stadt außerhalb Indiens. Mit ihnen kamen Tempel und Moscheen, bunte Saris und Märkte voller orientalischer Kuriositäten, tropischer Früchte und Gewürze.

Durban verdankt sein anhaltendes Wachstum nicht zuletzt der Natur. Jährlich werden 18 Millionen Tonnen Fracht in einem fast ganz von Land umgebenen Hafen umgeschlagen; beständiger Sonnenschein, eine großartige Szenerie und ausgedehnte Strände, die von den warmen Fluten des Indischen Ozeans umspült werden (die Wassertemperatur liegt um 25 Grad Celsius), locken Tausende von Urlaubern an. Nur Hotels, Vergnügungsparks und kulturelle Einrichtungen mussten noch hinzugefügt werden, um den Reiz der Stadt vollkommen zu machen.

Ausgangspunkt für Hafenrundfahrten und Hochseefahrten ist der kleine Bootshafen am Victoria Embankment, einer Promenade mit Blick über die Bucht von Durban nach Süden. Hier findet sich auch die Uhr zur Erinnerung an Vasco da Gama, ein Geschenk der portugiesischen Regierung aus dem  Jahre 1897. In betriebsamen Hochseehafen wird dreimal soviel Fracht umgeschlagen wie in Kapstadt, Südafrikas zweitgrößtem Hafen. Schiffe unter vielen Flaggen löschen hier ihre Ladung, Jachten und kleinere Freizeitboote kommen und gehen. Unübersehbar ist der Zucker-Terminal von Durban mit seinen drei Riesensilos, die mehr als eine halbe Million Tonnen fassen.

Ein paar Schritte von der Uferpromenade des Victoria Embankment beginnt das Geschäftsviertel. Das Rathaus soll eine getreue Kopie seines Belfaster Vorbildes sein. Gegenüber liegt Farewell Square, benannt nach einem der Stadtgründer.
Eine Plakette an der Hauptpost erinnert an eine besondere Verbindung von Durban mit England: die Ankunft des jungen Winston Churchill, kurz vor Weihnachten 1899. Ein Halbrelief zeigt den späteren englischen Premierminister bei einer Rede vor Bürgern von Durban, kurz nach seiner waghalsigen Flucht aus einem Kriegsgefangenenlager der Buren in Pretoria.

An einen Zeitgenossen Churchills, der einige Jahre in der Stadt verbracht hat, erinnert leider keine Tafel: Mohandas K. Gandhi, der gewaltlose Kämpfer für Indiens Unabhängigkeit, war 1893 als junger Rechtsanwalt nach Durban gekommen. Seiner Rasse wegen musste er nicht nur Zurücksetzung erdulden, sondern auch Angriffe eines weißen Mobs, der ihn fast gelyncht hätte. Hier in Südafrika, wo er Massenproteste gegen diskriminierende Gesetzt anführte, arbeitete Gandhi seiner Philosophie des gewaltlosen Widerstandes aus.

In Phoenix einem kleinen Ort 18 Kilometer nördlich von Durban, sind in Privatinitiative eine kleine Bibliothek und ein Museum zur Erinnerung an den Mahatma Gandhi eingerichtet worden. Hier hatte Gandhi eine Gemeinschaftsfarm gegründet, in der man sich um Selbstgenügsamkeit und satyagraha (Festigkeit in Wahrheit) mühte.
Das Herz des indischen Geschäftsviertels von Durban, Grey Street, ist voller Leben und exotischer Überraschungen. Die Große Moschee an dieser Straße gilt als die größte Moschee der Südhalbkugel, wenn auch nur etwa 20 % der ortsansässigen Inder Moslems sein sollen. Unter den Arkaden der Moschee werden Delikatessen und Schmuck, Saris und europäische Mode feilgeboten. Im General Herbalist Kräuterladen, wo die Pflanzen und Wurzeln von der Decke hängen und sich auf dem Boden häufen, warten die Kunden wie in einer Arztpraxis, bis die Reihe an ihnen ist.

Der Indische Markt in der  Warwick Street, ein paar Hundert Meter westlich von Grey Street, verschafft dem Besucher einen Vorgeschmack auf die Genüsse und Geheimnisse des Orients. Man wird kaum der Versuchung widerstehen können, sich einen lebenslangen Vorrat an Höllenfeuer-Currypulver oder einen handgemachten Besen zuzulegen.

Tropische Gefühle vermittelt auch der Botanische Garten von Durban. Das Orchideenhaus ist voller seltener Orchideen, tropischer Farne und Kletterpflanzen. Auf den riesigen Rasenflächen spenden allerhand exotische Bäume Schatten. Die Parks sind der Stolz von Durban; auch ein Japanischer Garten und die Jamieson Rose Gardens, wo im Frühjahr 200 verschiedene Rosenarten blühen, gehören dazu.

Liebhaber goldener Sandstrände sind Durban am rechten Ort. Die Goldene Meile besteht aus vier Stränden; von Süden nach Norden erstrecken sich Addington, South, North und Battery Beach. South Beach liegt dem Geschäftsviertel am nächsten und ist am stärksten besucht. Hier befindet sich Funworld, ein sehr beliebter Vergnügungspark.

Durbans letzte Rikschas findet man an einer Art Taxistand an der Marine Parade. Sie waren in viktorianischen Zeiten aus Japan nach Durban eingeführt worden, wo sie schnell zu einem beliebten Verkehrsmittel wurden. Heute sind nur noch eine Handvoll dieser zweirädrigen Gefährte übrig; sie dienen weniger dem Stadtverkehr als den Touristen – diese lassen sich mit den Zulus in ihrer farbenprächtigen Stammestrachten fotografieren, die die bunt bemalten Rikschas ziehen. In der Marine Parade gibt es eine weitere Attraktion, die jung und alt begeistert: Seaworld,  mit einem riesigen Aquarium und Delphinshows.

North Beach ist das Eldorado der Surfer, die hier ideale Wellen und die hübschesten Mädchen vorfinden. Neben den langen heran rollenden Wellen ist es die angenehme Wassertemperatur, die Durban zu Südafrikas Surfer-Hauptstadt macht.Eine kurze Fahrt auf der Nationalstraße, die Durban mit dem Landesinneren verbindet, führt ins Tal der Tausend Hügel (Valley of a Thousand Hills), durch das der kurze, aber mächtige Ungeni River zum Indischen Ozean fließt. Die rund tausend Hügel bilden ein eindrucksvolles Panorama; hier hausen die Geister der Zulus und der Kannibalen, Viehdiebe und Pioniere, und um viele der Berge ranken sich Legenden. Dies ist das Land der Zulu, und eines der Touristenziele ist der Kraal Phe-Zulu, ein lebendiges Museum. In jeder der Rundhütten wird ein Aspekt des Stammeslebens gezeigt. Ein Höhepunkt sind die rhythmischen Tanzdarbietungen.

Hier finden Sie weitere Bilder zu Durban .
Im traditionellen Haushalt der Zulus waren vor allem die Frauen für die Erziehung der Kinder zuständig.Die Idealfrau eines Zulu-Manes gilt dann als besonders schön, wenn sie kräftige Knie hatEine Medizinfrau (Schamane) der Zulus, die für die Zauberische Heilbehandlung des Dorfes verantwortlich ist.

14.05.10