Die ca. 15 Hektar große Freizeitinsel Grafenwerth vor Bad Honnef ähnelt einem englischen Garten. Sie ist ein beliebtes Parkgelände mit Spazierwegen, einen Biergarten, einem Freibad, einer Tennisanlage, und viel Platz für Sport und Spiel wie zum Beispiel Boccia. Hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen Konzerte und Ausstellungen statt.
Jedes Jahr im Sommer treffen sich Reitfreunde von nah und fern zum internationalen Dressurfestival auf der Insel. Die Herzen aller Autoliebhaber schlagen beim Oldtimer-Treffen höher. Wer sich lieber auf traditionelle Weise fortbewegen möchte, der kann die Pferdekutschenangebote nutzen. Die hohe Kunst der Gemütlichkeit setzt sich auch im Stadtkern Bad Honnefs fort. Die Zeit zum Bummeln in der Fußgängerzone oder für eine Erfrischung in den vielen Straßencafes nimmt man sich hier gerne. Das schöne Stadtbild von Bad Honnef und den umliegenden Ortsteilen ist von seinen zahlreichen alten Fachwerkhäusern und Jugendstilvillen geprägt. Die architektonischen Schönheiten gepaart mit den exotischen Baumbeständen sorgen für den nötigen Flair.
Im prunkvollen Saal des Kurhauses von Bad Honnef, finden nicht nur klassische Konzerte und Theatergastspiele statt. Das über 90 Jahre alte Haus - als repräsentatives Veranstaltungs-, Bürger- und Gesellschaftszentrum - bietet Platz für bis zu 500 Personen.
Wir folgen nun den Spuren Konrad Adenauers, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Die Geschichte des "Alten von Rhöndorf" beginnt mit dem Hausbau im Jahre 1937. Adenauers politische Karriere hatte seinen Höhepunkt mit der Wahl zum Bundeskanzler im September 1949. In seinen vier Amtsperioden führte er das Land mit seinem methodischen, gelassenen, aber durch extremen Ehrgeiz geprägten Charakter zu einer selbstständigen Position in der Welt zurück. Die Kraft und die Entspannung für die Aufgaben tankte Adenauer daheim in Rhöndorf, im Kreise seiner Familie oder beim Boccia-Spiel im Garten.
Heute beheimatet der ehemalige Wohnsitz Adenauers eine Stiftung mit dem Zweck, die Gedenkstätte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierzu gehört auch der Pavillon, den Adenauer nach einem Urlaub in Italien bauen ließ, um dort ungestört seine Erinnerungen schreiben zu können. In den Pavillon befinden sich neben zahlreichen historischen Werken auch handgewidmete Porträts und Geschenke großer ausländischer Politiker. Konrad Adenauer starb am 19. April 1967 mit 90 Jahren und wurde auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf neben seiner zweiten Frau begraben.
Wer von einem Siebengebirgsspaziergang in das Rhöndorfer Tal einbiegt, kommt am Fuße des Drachenfelses in sonnenbegünstigsten Rebhängen des Weingutes Broel vorbei. Auf der über drei Hektar großen Anbaufläche gedeihen verschiedene Rebsorten wie der Riesling, der Müller-Thurgau, der Kerner und die Scheurebe. Nach der Traubenlese beginnt die Arbeit auf dem Gut Broel. Zuerst werden die Trauben gemahlen, dann entrappt und gekeltert. Im Weinkeller, übrigens der größte im Siebengebirge, gärt der Saft bis zur vollendeten Reife in den großen mit Schnitzwerk verzierten Holzfässern. Die Tradition des alten Familienunternehmens, welche schon Anfang des 18. Jahrhunderts begann, führt heute Karl-Heinz Broel weiter. |