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Costa Brava - Urlaub am Meer mit Kunst + Kultur |
Die Costa Brava ist ein ca. 200 km langer zerklüfteter Küstenabschnitt im Norden Kataloniens. Beginnend ab den Pyrenäen an der französischen Grenze gehören wilde Felsen und kleine Strände bis zum Ort Blanes, rund 60 km nördlich von Barcelona, zu der bekannten Urlaubsregion. Der Name ist zurückzuführen auf den Schriftsteller Ferran Agulló, der erstmals 1908 in einer Zeitschrift die Küste Costa Brava nannte.
Spuren der vielfältigen und reichen Kultur waren die Besiedlungen der Iberer vor 7.000 Jahren, der Griechen, der Römer und der Westgoten. Weitere Einflüsse zur katalanischen Kultur kamen aus Afrika mit der Eroberung Südspaniens durch die Mauren. Zeugnisse dieser Vergangenheit sind noch heute zu sehen, so z.B. Überreste von Burgen, Klöstern und Kirchen aus der damaligen Zeit.
Typisch für die Küste sind die von Pinien eingerahmten Meeresbuchten mit den natürlichen Häfen, die Felsmassive und die pittoresken Fischerdörfer wie z.B. Palamós und Cadaqués oder die malerischen Seebäder Tossa und Sant Feliu. Ein Urlaub hier am Mittelmeer ist für Sportaktive und für die ganze Familie geeignet, ob Tauchen, Segeln, Surfen oder einfach nur am Felsstrand liegen. Zum Wandern bieten sich die Naturparks Cap Creus und Empordà an. Platja d'Aro und Lloret de Mar sind leider durch den Bauboom der 60er Jahre verschandelte Touristenorte, die immer noch ein schlechtes Image auf die Costa Brava werfen.
Auch das Hinterland, welches früher mit Eichenwäldern bewaldet war und sich heute sanft hügelig dahinwellt, ist einen Besuch wert. Auf dem Weg zu den ca. 50 km entfernten Bergen begegnet man in den kleinen Städten das richtig spanisch-katalanische Leben. Der Landkreis Baix Empordà ist u. A. für seine Töpfereien bekannt. Das wasserreiche Land, begründet durch zahlreiche Flüsse und Bäche, macht die Region fruchtbar und vielseitig. Die Bauern aus den kleinen Dörfern bestellen entweder ihre Wein- und Getreidefelder oder sie bauen Artischocken, Auberginen und Tomaten an. Die Korkeichenindustrie ist dagegen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen.
Dafür haben die Fischer an der Nordküste immer einen guten Fang mit Garnelen und Sardinen, in Palamós leben z.B. über 1/3 Menschen direkt oder indirekt von der Fischerei. Nach eigener Auskunft befindet sich hier auch das einzige Fischereimuseum der spanischen Mittelmeerküste. Am Bruttosozialprodukt Spaniens erbringt die Region einen nicht unerheblichen Anteil.
Im Vergleich zu den Landsleuten im Süden, die durch ihr heißes Temperament auffallen, gelten die Katalanen eher als verschlossen. Ihnen wird allerdings Geschäftstüchtigkeit und Ehrlichkeit nachgesagt. Wenn in Katalonien oder an der Costa Brava Catalá gesprochen wird, spürt man die Verbundenheit der Menschen untereinander und die verschiedenen Charaktere.
Das Klima in der Region Costa Brava ist das ganze Jahr über ausgeglichen. Einem milden Winter folgt ein warmer Sommer mit wenig Regen. Nur eine von den Pyrenäen kommende Windströmung mit dem Namen Tramontana mit teils heftigen Böen und Regen bringt das schöne Urlaubswetter und das Hab und Gut der Einheimischen kurz durcheinander. Dies sollte aber nicht von einem erholsamen Urlaub an der "wilden Küste" abhalten. |
6.05.08 |
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