|
St. Petersburg – Zarenstadt und Venedig des Nordens |
St. Petersburg, nach Moskau die zweitwichtigste Metropole Russlands mit etwa 4,6 Millionen Einwohnern, liegt am Finnischen Meerbusen und ist eine Wasserstadt. Sie wird von sage und schreibe 68 Flüssen – der bedeutendste heißt Newa - und 20 Kanälen durchzogen und wird auch als Venedig des Nordens bezeichnet. Über 300 Brücken überspannen die 42 Inseln der Stadt auf eine sehr grazile Art miteinander; zusätzlich wirkt die Anordnung der im 18. Jahrhundert entstandenen Paläste, Parkanlagen, Monumente und Prachtalleen überaus mächtig. Peter dem Großen einem russischen Zaren sei Dank, der im Jahre 1703 das sumpfige Delta der Newa zur neuen Hauptstadt Russlands aus dem Boden stampfen ließ.
Die eindruckvollsten Bauten wie Geschäfts- und Wohnhäuser, Paläste und Banken stehen südlich des Hauptflusses Newa zwischen der Admiralität, dem 72 Meter hohen Wahrzeichen der Stadt und dem Fluss Fontanka, der lange Zeit die Stadtgrenze bildete. Als Hauptverkehrsader der Metropole zieht sich der prächtige Newskij Prospekt über 5 Kilometer - beginnend beim Torbogen der Admiralität und endend beim Alexander-Newskij-Kloster, wo so weltberühmte Künstler wie Tschaikowski, Dostojewski begraben sind. Der Newskij Prospekt wurde bereits vom Stadtgründer, Peter dem Großen errichtet. Im Laufe der Zeit entstanden entlang des Newskij Prospekts zahlreiche repräsentative Gebäude wie z.B. die Kasaner Kathedrale, die Holländische Kirche und der Stroganow-Palast.
Weitere Highlights südlich des Newa sind der Schlossplatz mit dem Winterpalast, sowie die Auferstehungskirche auch Blutskirche genannt und natürlich nicht zu vergessen die Isaaks-Kathedrale. Der sehr großzügig angelegte Schlossplatz mit seiner 47 Meter hohen Alexandersäule in der Mitte ist das höchste Denkmal dieser Art auf der Welt und soll an den russischen Sieg über Napoleon unter Zar Alexander I. erinnern. Die Hauptattraktion des Schlossplatzes ist der grün-weiße Winterpalast, ein Prunkbau in dem unter Anderem auch das weltberühmte Kunstmuseum Eremitage untergebracht ist. Es beherbergt über zwei Millionen Kunstgegenstände, die von einigen Zaren im Laufe ihres Lebens erworben wurden. Die Auferstehungskirche auch Erlöserkirche oder Blutkirche genannt, wurde zwischen 1883 und 1907 im alt-russischen Stil erbaut und erinnert an die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau. Die unvergleichliche Schönheit der Fassade ist unbestritten. Die Blutkirche wurde übrigens genau an der Stelle errichtet, an der Zar Alexander II. 1881 einem terroristischem Anschlag zum Opfer fiel.
Die Isaaks-Kathedrale am gleichnamigen Platz ist der drittgrößte Kuppelbau der Welt. Sie wurde zwischen 1818 und 1858 erbaut und besticht durch den mit Marmor, Edelsteinen, Mosaiken und Gemälden reich verzierten Innenraum. Ein Rundblick vom 101,5 Meter hohen Turm mit der 43 Meter hohen Goldkuppel ist ein absolutes Muss insbesondere bei schönem Wetter, jedoch muss man erstmal 562 Stufen erklimmen.
Nördlich des Newa auf der Petrograder Insel befindet sich die Peter und Paul Festung. Es ist der älteste Bau in St. Petersburg und umfasst ein ehemaliges zaristisches Gefängnis, in dem heute ein Museum untergebracht ist sowie die gleichnamige Kirche, in der die Romanow-Dynastie bestattet liegt.
Hier finden Sie weitere Bilder zu St. Petersburg.
|
11.10.09 |
|