Ipicture Startseite Reiseberichte Portugal Die Algarve - südlichste Spitze Portugals mit traumhaften Sandstränden, tolle Buchten und guter Luft
Die Algarve - südlichste Spitze Portugals mit traumhaften Sandstränden, tolle Buchten und guter Luft

Einleitung

Die Algarve, die über 150 km breit ist, gehört zu den schönsten Urlaubsgebieten der iberischen Halbinsel und bietet gleichzeitig mit einem subtropischen Klima angenehmen Aufenthalt über das ganze Jahr. Der Name stammt übrigens aus der Zeit der Mauren, die das Gebiet westlich von Cordoba, den Sitz des Kalifen, "al garb" nannten.

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Weiterführende Links
Obwohl die Entfernung aus Deutschland mit einer Flugzeit unter 2 Stunden gering ist, trifft der Reisende mit der Algarve eine ganz eigene, für Europa untypische Region an. Die Küste ist mal felsig, mal mit Sand und Dünen geprägt. Die Barlavento und die Sotavento, was übersetzt wind-zugewandte und wind-abgewandte Seite heißt, fallen sehr unterschiedlich aus. Auf der "Ilha de Tavira" im Osten sind wahre Bilderbuchstrände zu finden, wohingegen an der Felsalgarve verborgene Buchten überwiegen. Der ganze westliche Küstenstrich um die Costa Vicentina, die zu einem Naturschutzgebiet erklärt wurde, ist eine recht wilde Landschaft. Zwischen Sagres und Albufeira dominieren vom Wetter zerklüftete und senkrecht zum Meer abfallende Klippen und zeigen sich dem Besucher in einer "majestätischen" Schönheit. Diese Art der Natur scheint für Touristen neben den Bademöglichkeiten ein weiterer Grund ihrer häufigen Reisen an die Algarve zu sein. Infolge der großen Betten-Nachfrage wurden in den 80er und 90er Jahren an mehreren Ufern Hotelbunker errichtet, die heute häßliche Überbleibsel einer überzogenen Bauplanung sind.

Die Einheimischen, die Maurisch-Arabische Einflüsse haben und die mit ihren braunen Augen etwas mediterran wirken, nennt man Algárvios. Im Vergleich zu anderen Mittelmeerstaaten, in denen die Männer zu Ausländerinnen of sehr machohaft auftreten, können sich diese hier besser benehmen. Vielleicht ist daran das weite Meer schuld, das durch seine Naturgewalt etwas besänftigend wirkt. Der Atlantik ist aber zugleich Symbol für die Entdeckungen und Eroberungen der portugiesischen Kolonialzeit. Doch fernab der Heimat in der Neuen Welt wuchs in den Portugiesen eine tiefe Sehnsucht nach zu Hause, den sie in der Musik ausdrückten. Der Fado, eine melanchonisch geprägte Musik über unglückliche Liebschaften oder bessere Zeiten, beinhaltet unter anderem arabische, afrikanische und südamerikanische Elemente. Die Kunst der Portugiesen scheint es, Neuem und Fremdem immer mit einer gewissen Freude und Offenheit zu begegnen, was die soziale, kulinarische und religiöse Kultur angeht. Schließlich konnten Juden und Christen während der Herrschaft der Mauren ihre Religion ungestraft praktizieren und ihren Stil und ihre Tradition ausleben.

Übrig geblieben ist von der Hochkultur der Araber fast nichts, denn die meisten Gebäude im Süden Portugals wurden bei einem Erdbeben im Jahre 1755 zerstört. Aber mit bewundernswerter Energie baute man neu, und so kommt es, dass sich heute die meisten Innenstädte wie Faro, Vila Real, Lagos, Tavira, Loulé oder de Santo António in einem 18.-Jahrhundert-Gewand präsentieren. Alle diese Städte liegen wie aufgereiht am "Algarve-Highway" N 125 und der neuen Autobahn Via Infante. Südlich davon ist der Raum dicht besiedelt, der Großteil der 400.000 Einwohner der Algarve lebt hier in der Uferzone, die meisten vom Tourismus.

Weiter im Hinterland ist von dem Trubel am Meer nicht viel zu spüren. In den kleinen und romantischen Bergdörfern leben nur noch Senioren. Die jungen Erwachsenen zieht es in die Städte und an die Küste, dort wo das Geld verdient wird. Wenn sich aber mal ein Tourist in eines der Bergnester verirrt, ist ihm eine freundliche und manchmal unterhaltsame Begegnung sicher, z.B. auf einem Markt, auf dem frische Agrarprodukte von Algárvios angeboten werden. Als Besucher gewinnt man unwillkürlich den Eindruck, dass man hier willkommen ist und dass sich die Einheimischen einem nicht aufdrängen wollen, um ein Geschäft zu machen -  Leben und leben lassen heißt die Devise.

Der Hauptbetrieb an der Algarve wird von Aspekten eines modernen, auf Tourismus ausgerichteten Alltags geprägt. Den Unterschied zu anderen Destinationen findet man vor allem in der Freundlichkeit der Portugiesen und der Schönheit der Landschaft. So suchen immer mehr Besucher das stille, bergige Hinterland auf sowie die wilde Westküste, die man beim Wandern oder Radfahren gut kennenlernen kann. Dafür wird man mit Eindrücken einer teilweise unberührten Natur belohnt. Bringen Sie also viel Ruhe mit, vielleicht werden auch Sie zu einem Entdecker.


11.06.08