Ipicture Startseite Reiseberichte Ostseeurlaub Die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern mit seinen traditionsreichen Ostseebädern und Inseln
Die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern mit seinen traditionsreichen Ostseebädern und Inseln

Einleitung

Mecklenburg-Vorpommern bietet mit seiner ca. 340 km langen Ostseeküste hervorragende Möglichkeiten für einen Urlaub am Meer. Traumhafte Aussichten und Bilder erhält der Besucher u. A. vom Hochufer westlich des Ostseebades Ahrenshoop, an dem man rohrgedeckte Häuser und Sanddornsträucher und in der Ferne einen feinsandigen Strand und stahlgraues Meer bewundern kann. Andere Höhepunkte sind der Königsstuhl (Kreidefelsen) auf der Insel Rügen, der in einer urwüchsigen Landschaft mit Steinstrand und grüner Bewaldung liegt und der am Vormittag fast schneeweiß in der Sonne glänzt oder Kap Arkona, die Stubbenkammer oder der Darßer Urwald.

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Wie unberührt teilweise die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern ist, sieht man an der Vogelwelt, z.B. auf den Halbinseln von Fischland, Darß und Zingst. Dort bevölkern See- und Fischadler den Himmel und tummeln sich zu Jahresbeginn und am Jahresende zahlreiche Kraniche an den Boddengewässern. Die Meeresströmung ist ebenfalls für die Veränderung der Küste verantwortlich. Ein weiteres einzigartiges Naturerlebnis sind die verformten Kiefern an den naturbelassenen Stränden, die pittoreske Figuren darstellen.

Die bizarre Landschaft an der Ostseeküste mit der herrlich zerklüfteten Küstenlinie gilt es zu erhalten. Aus diesem Grund entstanden etliche Naturschutzgebiete, wie z.B. der 30 km² große Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen, zu dem eine 10 km lange und 100 m hohe Steilküste gehört. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist 805 km² groß und umfasst Inseln und Halbinseln, darunter Darß, Zingst, Hiddensee und Teile von Westrügen. Wer durch die herbe Landschaft der Insel Rügen vorbei an den schönen Leuchttürmen wandert, findet sich zwischen Wildrosen und Sanddorn wieder und kann am Strand nach Bernstein und Muscheln suchen.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Tourismus seit der Wiedervereinigung an der Ostsee stetig ansteigt. Ob im Westen das Ostseebad Boltenhagen oder im Osten die Stadt Aahlbeck: erholsamer Urlaub mit viel Ruhe und Sonne ist beinahe garantiert. Wer bis in die Morgenstunden Party feiern möchte, der ist hier allerdings am falschen Ort.
So ist es nicht verwunderlich, dass Mecklenburg-Vorpommern nach Bayern das beliebteste Reiseziel der Deutschen im eigenen Land ist.

Übrigens hat der Urlaub an der Ostsee durchaus Historie. Im 18. Jhd. Bereits wählte Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin Bad Doberan zur seiner Sommerresidenz. In dem auch wegen der weißen klassizistischen Bauten auch "weiße Stadt am Meer" genannte Ostseebad übernachteten über ein Jahrhundert lang wichtige Persönlichkeiten aus Politik sowie zahlreiche Herzöge und Grafen. Andere renommierteste Seebäder wie z.B. Heringsdorf, Kühlungsborn, Binz oder Warnemünde waren damals ebenfalls beliebte Ausflugsziele und konnten bis heute ihren guten Ruf bewahren. Denn die wunderbare Architektur dieser Städte ist der Schatz der Ostseebäder Mecklenburg-Vorpommern. Entstanden aus kleinen Fischerdörfern, entwickelten sich diese in hundert Jahren zu einem typisch für die Ostsee unverwechselbaren Gesicht. Häuser und Villen, die Kriege, Monarchien und Kommunismus überlebt haben und heute Hotel oder Pension sind, prägen mit verschnörkelten Türmchen und kunstvoll verzierten Loggien sowie korinthischen Säulen das Bild der Bäderarchitektur.

Eine Reise wert sind auch die Hansestädte Rostock oder Wismar (Weltkulturerbe der UNESCO) sowie Greifswald und Stralsund (auch Weltkulturerbe der UNESCO), die mit ihren reichen Kunst- und Kulturschätzen, mit ihren mittelalterlichen Kirchen, den Stadttoren oder alten Rathäusern aufwarten können. Aufgrund der Formgebung und des Baumaterials wird der Baustil auch Backsteingotik genannt.

Die Ostseeküste und seine Inseln sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Die meisten  Sonnenscheinstunden in Deutschland, die nachweislich auf den Inseln Usedom und Rügen vorliegen, sorgen für immer mehr Touristen, die ihren Urlaub dort verbringen. So ist es nicht verwunderlich, daß der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern einer der wichtigsten Einnahmequellen ist. Viele Hotels wurden nach der Wiedervereinigung mit hohem finanziellem Aufwand restauriert - bekannte Hotelketten haben neu eröffnet. Wer die hohen Preise für Zimmer an den exponierten Lagen der Seebäder nicht zahlen möchte, dem bietet sich eines der vielen kleinen Pensionen oder Bauernhöfe im Hinterland an.

Aber nicht nur in den heißen Sommermonaten lädt die Ostsee zum Verweilen ein. Auch an schlechten Wettertagen oder in der kühlen Jahreszeit im Winter lohnt ein Besuch am Strand, in den weniger bekannten, aber idyllischen Dörfern mit rohrgedeckte Häuser und kunsthistorische Kirchen, oder in den interessanten Museen wie z.B. das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten oder das Meeresmuseum in Stralsund. Zusätzliche Freizeiteinrichtungen im Bereich Wellness sind geplant, um die Saison zu verlängern.

21.04.08