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Riga – Miss Baltica das Herz des Baltikums |
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Stolz liegt die ehemalige hanseatische Handelsniederlassung Riga in der gleichnamigen Bucht an den Ufern der Düna (lettisch: Daugava), umweht von einer frischen Brise von der nahen Ostsee. Die lettische Hauptstadt mit über 700.000 Einwohnern, gilt als eine der schönsten Städte in Nordosten Europas und ist zudem die größte Stadt des Baltikums.Beeindruckend ist ihre architektonische Vielfalt: Bauwerke aus Romanik und Gotik, Renaissance und Barock, Klassizistik und Jugendstil, daneben aber auch sowjetische Plattenbauten und Wolkenkratzer. In dieser Pracht spiegelt sich die Geschichte von Riga, die nacheinander zu Deutschland, Polen, Schweden und Russland gehörte, wieder. Gegründet wurde Riga übrigens von Geistlichen und Kaufleuten aus der Hansestadt Bremen, die sich im Jahre 1158 dort niederließen.
Ein großer Teil der Hauptsehenswürdigkeiten verteilt sich in der denkmalgeschützten Altstadt von Riga. Auf überschaubarem Raum von circa einem Quadratkilometer reihen sich Highlights - wie der Dom zu Riga, die Drei Brüder, die Gildehäuser und die Petrikirche samt dem Rathausplatz mit dem Schwarzhäupterhaus – aneinander. Der Dom zu Riga (lettisch: Doma bazníca) auf dem Domplatz (Doma Laukums) ist die größte Kirche des Baltikums. Die Grundsteinlegung zum Bau des Domes wurde im Jahre 1211 vom Bischof Albrecht gelegt. Der Dom ein spätromanischer Ziegelbau, wurde mehrmals ungewandelt und weist deshalb Stilelemente aus Gotik, Renaissance und Barock auf. Besonders erwähnenswert ist die Walcker-Orgel aus dem Jahre 1884, denn mit 6718 Pfeifen war sie damals die größte Orgel der Welt. Die Drei Brüder (lettisch: Trís bráli) in der Maza-Pils-Straße sind drei benachbarte Wohnhäuser, die zu ganz unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Der Große Bruder auf der rechten Seite besticht durch einen gotischen Stufengiebel; er stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist das älteste Wohnhaus der Stadt. Das mittige Haus trägt Züge des holländischen Barocks und stammt aus dem Jahre 1646, was man unschwer auf dem Giebel lesen kann. Der jüngste Bruder links gelegen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die beiden Gildehäuser (lettisch: Lielá gilde und Mazá gilde) in der Amatu-Straße erinnern an die Zeit, als Riga noch Hansestadt war. In der großen Gilde (auch Stube von Münster genannt) versammelten sich im Jahre 1354 die deutschen Kaufleute, heute beherbergt sie die Philharmonie. Die kleine Gilde (auch Stube von Soest genannt) war ab dem Jahre 1352 Sitz der Handwerkerzünfte, heute dient sie als Kulturhaus. Ihnen gegenüberliegend befindet sich das Katzenhaus. Das Gebäude mit den schönen Katzenskulpturen wurde von einem reichen Kaufmann aus Protest über die Verweigerung der Aufnahme in die Große Gilde errichtet. Die Petrikirche (lettisch: Pétera bazníca), die schönste Kirche Rigas, besticht durch den barocken, achteckigen Turm der mit einer Höhe von 121 Metern das Wahrzeichen der Metropole gilt. Besonders empfehlenswert ist der Blick von der Aussichtsplattform auf die Altstadt und die Düna bis hin zur Ostsee. In unmittelbarer Nähe der Petrikirche liegt der Rathausplatz und dessen auffälligstes Gebäude das Schwarzhäupterhaus (lettisch: Melngalvju nams). Das heutige Schwarzhäupterhaus ist eine perfekte Kopie des Originals aus dem Jahre 1334, besonders imposant ist die reich verzierte Renaissance Giebelfassade, die nach dem Vorbild holländisch-flämischer Zunfthäuser errichtet wurde. Doch auch die Neustadt von Riga hat so einiges zu bieten. Den Eingang zur Neustadt bildet das Freiheitsdenkmal (lettisch: Brívíbas piemineklis). Das 42 Meter hohe Freiheitsdenkmal zeigt Milda eine anmutige Frauengestalt, die drei Sterne gen Himmel reckt. Diese symbolisieren die drei Provinzen Latgale, Kurzeme und Vidzeme und damit die nationale Einheit Lettlands. Die Neustadt selbst beeindruckt besonders durch die zahlreichen (an die 800) Jugendstilhäuser, die während des wirtschaftlichen Aufschwungs im 20. Jahrhundert entstanden sind. Damit zählt Riga ohne Frage zu den Hochburgen des europäischen Jugendstils. Hier finden Sie weitere Bilder zu Riga.
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19.10.09 |
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