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Apulien - Magie des Südens am Stiefelabsatz von Italien |
Beim Thema Urlaub und Italien denkt man zunächst an die beliebten Reiseregionen im Norden wie etwa den Gardasee oder vielleicht die Weltstadt Rom oder die wunderschöne Insel Sizilien. Dabei gibt es so viele interessante und touristisch nicht so überlaufene Regionen in Italien, die man unbedingt einmal besucht haben sollte. Im Südosten Italiens zum Beispiel erstreckt sich ein fruchtbares und historisch bemerkenswertes Gebiet auf ca. 19.000 km²: Apulien. Apulien Reisende sind angenehm von der Landschaft und den Einheimischen überrascht und nehmen dafür die lange Anfahrzeit aus Deutschland gerne in Kauf.
Apulien - das ist Land und Meer. Der Küstenstreifen ist abwechslungsreich, das Landesinnere bäuerlich bis urig. Gepflegte kleine Städtchen laden zum Verweilen ein. Die Sonne scheint bei heißen klimatischen Bedingungen bis zu einem halben Jahr kontinuierlich. Der reizvolle Kontrast von Apulien zeigt sich auch im Erdinneren, in welches sich tufffelsige Unterwelten, Tropfsteinhöhlen und Meeresgrotten mit mittelalterlichen Kirchen offenbaren. Im Norden findet man eher weite und kaum besiedelte Ebenen mit Obstplantagen, Weinanbaugebieten und Weizenfeldern. Von Tavoliere bis nach Salento zieht sich eine ca. 3.000 km² große Kalksteinplatte entlang, ein felsiger karstiger Rücken namens Murgia, mit dessen Steinen die Menschen früher ihre kegelförmigen Dächer bedeckt haben. Ein ebenso reizvolles Gebiet ist das Vorgebirge Gargano mit seinem dichten Waldbestand, das sich am Meer entlang streckt und wegen der Einzigartigkeit zum Nationalpark (italienisch: Foresta Umbra) erklärt wurde. Die Süßwasserseen Lago di Lesina und Lago di Varano laden ebenso zum Baden ein wie das azurblaue Wasser der Adria.
Manch einer behauptet, daß sich das Herz von Apulien in Valle d'Itria befindet, das von seiner Hügellandschaft geprägt wird. Ein Gemisch aus Olivenhainen, Obst- und Mandelbaumplantagen, Weingärten, Gemüseäckern und mediterranem Buchwald dominiert diese Region. Ortschaften mit weißen Häusern und den typischen Steindächern (Trulli), großen Kirchen oder kleinen Kathedralen und teilweise noch erhaltenen Burganlagen sind überall zu sehen. Das Istria-Tal geizt nicht mit verborgenen Schätzen, so z.B. das Barockstädtchen Martina Franca mit einer wunderschönen Altstadt oder das auf einer Höhe von 403 Metern gelegene Alberobello, das aufgrund der über 1.000 Trullis in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.
Schon früh besiedelten Menschen den Süden von Italien. Das belegen Funde aus vorgeschichtlicher Zeit aus einer Höhle in Altamura. Andere Völker wie die Daunier oder die Peuketier ließen sich lange vor den Römern und den Griechen in Apulien nieder. Ihr ausgefeiltes Handwerk mit Keramik- und Metallstücken ist heute in den archäologischen Museen in Bari, Ruvo di Puglia und Taranto zu besichtigen. Brindisi wurde unter römischer Herrschaft Umschlagsplatz für den Handel in den Orient. Weitere Dynastien folgten bis heute und hinterließen Zeugnisse von großer geschichtlicher Bedeutung.
Heute wie damals ist die kulinarischen Leckereien sehr beliebt - zu Apulien gehört einfach gutes Essen. Kein Wunder, die Vielfalt der landwirtschaftlichen Produkte ist enorm. Zu stets frischem Fisch werden auf den Märkten und in den Trattorien verschiedene Fleischsorten, Käsearten, Teigwaren und natürlich Gemüse angeboten. Auch die Qualität des Weins und des Olivenöls ist hervorragend. Dies schätzen auch die Touristen, die nach Apulien entweder zum Badeurlaub, Entspannungsurlaub oder Kultururlaub aufbrechen. Das Angebot an modernen Unterkünften ist vielfältig, denn das Modernisieren und Restaurieren alter Gebäude hat in Apulien einen hohen Stellenwert, sogar ehemalige bruchfällige Burgen werden einer Verjüngungskur unterzogen. Die Lebensqualität ist sicherlich höher als in vielen anderen Regionen Italiens. Manche Stammgäste investieren sogar in eine eigene Immobilie, so sehr gefällt es ihnen hier.
Empfohlene Sehenswürdigkeiten:
- Castel del Monte
- Castellana Grotte
- Cattedrale San Nicola Pellegrino
- Cattedrale Santa Maria Annunziata
- Foresta Umbra
- Grottaglie
- Massafra
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20.06.08 |
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