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Halbinsel Reykjanes – Krater, dampfende Solfataren, Blaue Lagune |
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 Die südwestliche Spitze Islands die stiefelähnliche Halbinsel Reykjanes (isländisch: Reykjanesskagi) bietet mit Hunderten von Kratern, dampfenden Solfataren höchst spannendes geologisches Anschauungsmaterial. Für Ornithologen sind die kilometerlangen Vogelfelsen ein wahres Eldorado. Auch für Wanderer ist es ein Paradies, es gibt reichlich interessante - manchmal auch nicht ungefährliche - Pfade zu entdecken.
Jeder Flugreisende landet auf der Halbinsel Reykjanes (deutsch: Rauchhalbinsel bzw. Rauchspitze). Jedoch lassen sich viele Touristen von der kahlen Lavalandschaft um den Flughafen Keflavík abschrecken und rücken der Halbinsel Reykjanes einfach den Rücken. In der Tat fehlen dieser Region Attraktionen wie z.B. Wasserfälle oder Gletscher. Auch gibt es hier keinen einzigen Fluss; lediglich einige kleine Seen, wovon der Kleifarvatn der drittgrößte von Südisland ist. Zugegebenermaßen ist auch die Vegetation hier recht karg, dem Hochland ähnlich aber das verleiht dieser Region einfach einen besonderen Charme. Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten gehören die Blaue Lagune, die Fischerorte Keflavík/Njardvík, Grindavík und Hafnarfjördur, der See Kleifarvatn mit dem Naturschutzgebiet Krýsuvík und natürlich der einzigartige Vogelfelsen Krýsuvíkurberg. Die Blaue Lagune (isländisch: Bláa Lonið) zählt zu den Besuchermagneten Islands und ist ein Badeparadies in der Nähe von Grindavík gelegen. Das Thermalfreibad wird von dem nahe gelegenen Geothermalwerk Svartsengi gespeist. Zu jeder Jahreszeit kann man im großen Außenbecken im gut 40 °C warmen Wasser angereichert mit Algen, Kieselschlamm und Mineralsalzen ein besonderes aber auch gesundes Bad genießen.
Keflavík/Njardvík (isländisch: Njarðvík) ist eine Doppelstadt, eher geschäftig und farblos, jedoch ist es vor allem mit seiner guten Infrastruktur und als Ausgangspunkt z. B. für Ausflüge zur Walbeobachtung zu empfehlen. Seit 2002 liegt im Hafen der Stadt Keflavíkurhöfn „Íslendingur“ ein originalgetreuer Nachbau eines Wikingerschiffes – wirklich sehr sehenswert. Grindavík ist ein großes und verschlafenes Fischerdorf. Die Einwohner leben immer noch vom Fischfang und –verarbeitung, seit neuesten auch von der Fischzucht. Besondere Attraktionen dieses Ortes sind das sehr sehenswerte Salzfischmuseum und ein in Island einmaliger heidnischer Sonnentempel. Hafnarfjördur (isländisch: Hafnarfjörður) ist eine schnuckelige und bunte Stadt eingebettet in Lava. Nirgendwo in Island wird die Wikingertradition so gepflegt wie dort, auch werden regelmäßig Wikingerfeste abgehalten. Vor allem ist es aber die Stadt der Elfen, denn man geht davon aus, dass die Angehörigen des verborgenen Volkes in der Lava in und um die Stadt leben. Es gibt sogar einen speziellen Stadtplan, in dem die Wohnorte der Elfen eingezeichnet sind. Kleifarvatn ist ein 10 qkm großer und bis zu 97 m tiefer, schwarzer See, in dessen Tiefe ein Ungeheuer von der Größe eines Wales hausen soll. Südlich des Sees liegt das geothermische Naturschutzgebiet Krýsuvík mit dampfenden Solfataren, Schlamm und heißen Quellen und ist ein echtes Eldorado für Wanderer. Seltún ist dort das bekannteste geothermische Feld und ist über Plattformen gut begehbar. Der Krýsuvíkurberg ist mit seinen steilen Klippen von knapp 5 km Länge und knapp 70 m Höhe der größte Vogelfelsen Islands. Hier brüten Millionen von Seevögeln, vor allem Seemöwen, Trottellummen aber auch Papageientaucher. |
29.01.08 |
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