Ipicture Startseite Reiseberichte Griechenland Kos - eine typische Urlaubsinsel mit tollen Stränden und viel Sonne
Kos - eine typische Urlaubsinsel mit tollen Stränden und viel Sonne
Nur vier Kilometer von der türkischen Küste entfernt liegt die 290 km² große Insel Kos. Obwohl sie eher zu den kleineren griechischen Inseln gehört - Kreta ist knapp 28 mal und Rhodos ca. 5 mal größer - bietet Kos mit 70.000 Betten Platz für rund 750.000 sonnenhungrige Urlauber jährlich. Das liegt insbesondere an den traumhaften Stränden zwischen dem Kap Fókas im Nordosten und Kéfalos im Westen der Insel.

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Kos unterscheidet sich von den anderen beliebten Nachbarinseln durch seine geringe Breite, wodurch sich das Leben der Menschen und der Reisegäste mehr auf die Küste konzentriert. Sie ist ca. 115 km lang und wird überwiegend von Sandstränden, teils auch von Kiesstränden gesäumt. Die zu der Inselgruppe Dodekanes gehörende und fast ebene Insel ist bei Deutschen und Briten sehr beliebt, beide Nationalitäten machen ca. 60 % des gesamten Tourismus aus.

Die Koer berufen sich gerne darauf, Nachfahren eines der berühmtesten Persönlichkeiten der griechischen Antike zu sein. Der Arzt Hippokrates soll ca. 460 v. Chr. in Astypalaia geboren worden sein und mehrere Schriften hinterlassen haben, die ihn zum Stammvater einer neuen medizinischen Denkweise gemacht haben. Er und seine Schüler forschten nach handfesten Krankheitsursachen und entfernten sich von dem Glauben, Krankheiten seien von Göttern geschickte Übel. Hippokrates war von der Heilung durch naturheilkundliche Mittel und von einer gesunden Ernährung überzeugt und unternahm sogar chirurgische Eingriffe. Seine Grundsätze und der ärztlicher Eid gelten größtenteils noch heute.

Ein Hauch vom alten, traditionellen Leben auf den von Landwirtschaft geprägten Dörfern ist nur noch in Kéfalos zu finden. Oberhalb der Bucht von Kardámena thront auf einem Hügel die mächtige Festung Antimáchia aus dem 13. Jahrhundert, die von Venezianern gebaut und später von den Johanniterrittern bewohnt wurde. Von der heute frei zugänglichen Burg stehen noch die Mauern sowie zwei Kirchen im Inneren - der Rest wurde bei einem Erdbeben 1933 zerstört. In den letzten Jahrhunderten bewohnten die Türken und auch kurz die Italiener Kos und hinterließen ihre architektonischen Spuren - Moscheen, Bäder und stilvolle Gebäude. Erst 1947 überließ die britische Besatzungsmacht Griechenland die Insel Kos.

Das touristische und kulturelle Zentrum der Insel ist der gleichnamige Ort Kos. Hier in der Umgebung der Inselhauptstadt beziehen die meisten Gäste ihr Urlaubsquartier. Die Hotels an den Küsten haben sich mittlerweile auf die ausländischen Touristen eingestellt. So trifft man im Süden im belebten Kardámena eher englische Gäste und an der Nordküste um Mastichári, Marmári und Tigáki an den helleren, breiteren und sandigen Stränden mehr Deutsche Urlauber an. Auf der Halbinsel Kéfalos im Westen ist das Verhältnis Fremde zu Einheimischen 50:50.

Doch alle Insulaner haben eines gemeinsam: sie leben mit und vor allem vom Tourismus. Die Inselverwaltung leistet einen nicht unerheblichen Aufwand zur Pflege und zum postiven Image von Kos. So wurden vor Jahren schon eine biologische Kläranlage, ein komfortables Radwegnetz, ein Thermalbad und ein Yachthafen gebaut. Das Meer und der Strand gelten als die saubersten in der Ägäis. Wer nach dem Sonnenbaden abends auf Party nicht verzichten möchte, dem stehen zahlreiche Bars und Diskotheken zur Auswahl.

Dem historisch Interessierten hat Kos außer einigen Ausgrabungen frühchristlicher Bauten, nicht viel zu bieten. Der Mangel an bedeutenden Sehenswürdigkeiten wird jedoch durch die geologischen Gegebenheiten ausgeglichen. Der Díkeos ist mit 846 m der höchste Berg der Insel, gefolgt von dem Látra mit 426 m. Man muß allerdings kein geübter Wanderer sein, um die recht zugänglichen Berge zu besteigen. Auf den Äckern und den Obstplantagen wird nur noch Gerste, Weizen, Oliven, Melonen und Wein angebaut sowie Viehzucht für den Eigenbedarf betrieben. Der frühere Anbau von Tabak oder Zitrusfrüchten lohnt mittlerweile nicht mehr.

Kos Highlights

Empfohlene Sehenswürdigkeiten:
  • Alt-Pýli (Paléa Pýli)
  • An der Platía
  • Anatolía Hamám
  • Archäologisches Museum
  • Basilika Ágios Stéfanos
  • Bergdorf Zia
  • Burgruine Paleo Pyli
  • Casa Romana
  • Embrós Thérme

  • Festung Antimachia
  • Hamám Club
  • Johanniterkastell
  • Lagoúdi
  • Markthalle
  • Salzsee Alykes
  • Traditional House
  • Westliches Grabungsgebiet
  • Zweite Terrasse
Beliebte Urlaubsorte:
  • Kardámaina
  • Kos
  • Lámpi
  • Mastichárion
  • Psalidi
  • Tigkákion

Wetter

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Wer die Insel bereits gut kennt, der kann einen Tagesausflug mit einem Personenschiff auf die Nachbarinsel Níssiros unternehmen, auf der es einen Vulkan und sehr schöne Dörfer zu erkunden gibt. Oder man besucht das kahle Eiland Kálimnos, die Insel der Schwammfischer. Aber auch Pátmos oder Rhodos sind mit einem Tragflügelboot gut zu erreichen. Bodrum auf der türkischen Seite bietet Abwechslung mit seinen bunten Basaren oder dem interessanten archäologischen Museum. Gern gesehen wird allerdings dieses von den Griechen nicht, denn Geld ausgeben kann man auf Kos sicherlich genug!


 


13.05.08