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Lüneburger Heide – Ferienregion zwischen Elbe, Weser und Aller
Die Lüneburger Heide ist ein Naturschutzgebiet aber auch eines der bedeutendsten Tourismusschwerpunkte im Norden Deutschlands. Die Naturparks Südheide, Elbufer-Drawehn und um den Wilseder Berg werden jährlich von mehr als 4 Millionen Besuchern aufgesucht und gelten wegen seiner Heidelandschaft nicht nur bei Natur- und Wanderfans als beliebtes Urlaubsziel.
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Jeder kennt die Bilder von lila blühenden Flächen und Heidebauern mit ihren Schnucken, einer Art Wildschafart. Die Zucht der Tiere, die sich von den jungen Trieben der Heidesträucher ernähren, wird seit vielen Generationen betrieben und ist über die Region hinaus bekannt. Die Heideschnucken sind auch für die Erhaltung dieser schönen Natur wichtig, da sie die Triebe von Bäumen anfressen und so die Wiederbewaldung unterbinden. Vor rund 1.200 Jahren befanden sich in der Region nämlich noch große Gebiete von Misch- und Eichenwäldern, die damals für die Nutzung des Ackerbaus und für das Brennholz gerodet wurden. Heute bedecken nur noch vereinzelt Birken und Wacholder den Kern der Lüneburger Heide.

Doch man sollte nicht glauben, daß in dem 1.130 km2 großen Naturschutzgebiet nur Heide- und Strauchheideflächen zu finden sind. Die parkähnliche Elbtalaue z.B. offenbart einen Vogelreichtum und in der „Clenzer Schweiz“ fühlt man sich fast wie im Mittelgebirge. Ein anderer typischer Landschaftszug ist die Geest, ein Ergebnis von Ablagerungen der Eiszeit und eine Art Höhenzug mit 100 m hohen Steilufern – zu sehen im Wendland und in Drawehn. Die Heideromantik stand vor hundert Jahren allerdings auf der Kippe, als im einzigartigen Totengrund (Trockental aus Heide und Wacholder) in der Nähe des Wilseder Berges erstmals Ferienwohnungen im großen Stil geplant waren. Doch dank des Einsatzes eines Pastors und einer Spende wurde diese Region 1905 zum Naturschutz erklärt. Wilhelm Bode, so hieß der Egestorfer, steht heute für das Engagement der Menschen für die Erhaltung der Natur, die inzwischen Naturschutzverbände weiterführen.

Das Image der Heideromantik wird durch die traditionellen Schützenfeste in den vielen kleinen Dörfern noch verstärkt. Für die Heidjer ist es das wichtigste Fest des Jahres, wenn es um die Ehre des Schützenkönigs geht. Am Ende steht für den Sieger der Titel und mehrere tausend Euro Kosten zur Bewirtung seiner „Untertanen“. Auf einem Heideblütenfest wird alljährlich die Heidekönigin gewählt, die die Region vor allem touristisch vertritt. Die Dörfer der Lüneburger Heide sind geprägt von reetgedeckten Häusern und alten Höfen sowie einer Heidekirche im Zentrum - umschlossen von uralten Bäumen. Kunstschätze finden sich überall in den Gotteshäusern, vor allem in den mächtigen Domen von Bardowick und Verden und in den bewohnten Heideklöstern. Eines von sechs ist das Heidekloster Walsrode im Böhmetal, das erstmal im Jahr 986 urkundlich erwähnt wurde und einen Besuch lohnt. Bei einem Rundgang kann man u.A. eine Holzschnitzerei mit dem letzten Abendmahl um 1520 besichtigen. Heute bewirtschaften evangelische Stiftsdamen das Kloster.

Eine weitere Besichtigungsmöglichkeit bietet sich mit dem ehemaligen Herzogsitz Celle und dessen bunt bemalten Fachwerkhäusern an. Hier residierte zwischen 1378 und 1705 das einflußreiche Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Das mehrfach erweiterte Welfenschloss hat Stilelemente der Spätgotik, der Renaissance und des Barocks. Das heutige Museum zeigt u.A. Gemächer mit zeitgenössischen Möbeln, das Schlosstheater und die Schlosskapelle.

Highlights Lüneburger Heide

Empfohlene Sehenswürdigkeiten:
  • Archäologisches Zentrum
  • Autostadt Wolfsburg
  • Deutsches Salzmuseum
  • Heidedorf Wilsede
  • Internationales Mühlenmuseum
  • Kloster Wienhausen
  • Kunststätte Bossard
  • Rundlingsdorf Lübeln
  • Scharnebeck
  • Schlosstheater
  • Steingrund
  • Vogelpark Walsrode
  • Wasserviertel
  • Wilseder Berg
Beliebte Urlaubsorte:
  • Bad Bevensen
  • Bad Fallingbostel
  • Bispingen
  • Celle
  • Egestorf
  • Heidenau
  • Heiligenthal
  • Lüneburg
  • Schneverdingen
  • Soltau
  • Walsrode
  • Wietze
Naturräumliche Einheiten:
  • Hohe Heide
  • Südheide
  • Ostheide
  • Uelzener Becken
  • Luheheide
Einige Landkreise haben sich inzwischen der Fremdenverkehrsregion Lüneburger Heide angeschlossen, obwohl sie von den Grenzen her eigentlich nicht dazu zählen. Die Vermarktung des Namens hat schließlich enormes Gewicht, beim Anlocken der Touristen aus Deutschland und aus aller Welt. Schließlich gibt es in dem gesamten Ferienland viel zu entdecken. Inzwischen bieten sich neben normalen Pensionen auch Höfe mit dem Motto „Urlaub auf dem Bauernhof“ sowie Reiterhöfe für Pferdeliebhaber an. Aber egal, welche Unterkunft Sie auch aussuchen, die Schönheit der Lüneburger Heide und deren Landschaft werden Sie begeistern.

9.07.08