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Menorca ist die zweitgrößte der vier bekannten Baleareninseln und bietet mit einer Fläche von 700 qkm, von denen über 40 Prozent bewaldet sind, viele unberührte Naturschönheiten. Ob menschenleere Buchten zum Baden, jahrtausend alte Höhlen zum Erforschen oder kleine Dörfer zum Bummeln, Menorca hat seine Liebhaber gefunden. Die Insel ist landschaftlich geprägt durch Hügel und durch Weideflächen sowie zahlreiche Pinien- und Aleppokieferwälder.
Der Artenreichtum der Pflanzenwelt ist enorm, so z.B. in den Barrancs, den Sturzwassergräben, in denen über 200 verschiedene Pflanzen zu finden sind, davon ca. 25 endemisch. Die UNESCO erklärte die Insel zum Biosphärenreservat, um die Natur zu bewahren.Die "Cala en Turqueta" ist eine der idyllischen und einsamen Badebuchten der 220 km langen Küstenlinie, die von Pinienhainen umgeben ist und weswegen Sonnenhungrige Menorca den Inseln Mallorca oder Ibiza als Urlaubsinsel vorziehen. Knapp 2.500 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ein angenehmes Klima und für Temperaturen im Durchschnitt von mehr als 25 Grad - selbst im Winter werden 12 Grad nicht unterschritten.
Die Insel war schon vor ca. 6.500 Jahren von Menschen bewohnt. Die ältesten Spuren sind 4.000 Jahre alt. Dabei handelt es sich um Siedlungen mit unvergänglichen Steinbauten, die ohne Mörtel zusammengefügt wurden oder steinerne Tische (taules). Prähistorische Höhlen (coves) und Türme (talaiots) oder die sagenumwobenen navetes, die vermutlich ältesten erhaltenen Bauwerke Europas, machen Menorca zu einem Freilichtmuseum.
Viele bekannte Großvölker des Mittelmeerraumes nutzten die Insel als strategische Stellung. Doch nach vielen Jahrhunderten des Wandels und des Leidens konnte Ende des 18. Jahrhunderts eine gewisse Eigenständigkeit und Handel verzeichnet werden. Speziell das Schuhhandwerk ist seitdem eine feste Institution auf Menorca. Heute gehören auch Modeschmuck und Käse zu beliebten Exportgütern - der Fischfang und die Landwirtschaft verlieren dagegen immer mehr an Bedeutung.
Über die Hälfte der Insulaner arbeitet direkt oder indirekt im Fremdenverkehr. Auf Menorcas kleinen internationalen Flughafen von Maó/Mahon landen jährlich ca. 1,5 Millionen Reisende, die eher als umweltbewusste Individualurlauber einzuordnen sind. Und tatsächlich scheint die Inselverwaltung alles daran zu setzen, den Massentourismus wie dem auf den Nachbarinseln zu umgehen. Schließlich gilt es, die unzerstörte Natur mit dem Tourismus sowie dem sozialen und kulturellen Strukturen in Einklang zu bringen.
Die Insel hat verschiedene Gesichter. Die Tramuntana im Norden wird von bizarren Felsformationen einer windgepeitschten Küste, tief ins Landesinnere geformten Fjorden (calas) sowie einer wilden Küstenlinie mit einer Reihe natürlicher Häfen geprägt. Das durch Wind und Meer geformte dunkle Gestein gibt Teilen der Küstenlinie seinen rauen Charakter. Selbst Inselsagen mit Fabelwesen und Göttern spielen aus der Überlieferung noch eine Rolle. Weiter im Westen erlebt der Besucher eine farbenfrohe Landschaft mit großen Weiden- und Wiesenflächen mit Blumen und Kornfeldern.
Empfohlene Sehenswürdigkeiten:
- Binibèquer Vell
- Bootsausflüge
- Cala Galdana
- Cala Macarella
- Kirchen
- Monte Toro
- Nau des Tudons
- Son Bou
- Torralba d'en Salort
| Beliebte Urlaubsorte:
- Binibeca
- Cala en Porter
- Cala Galdana
- Cala'n Bosch
- Ciudadela
- Es Castell
- Mahón
- Mercadal
- Punta Prima
- S'Algar
- Sant Lluis
- Son Bou
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Im Süden Menorcas trifft man auf gewaltige Kalktafeln, die bis 60 m in die Höhe reichen und geschlossene Küsten mit kleinen Schluchten, romantischen Buchten, aber auch bewaldeten Tälern. Das mehr mediterrane Gesicht des Südens wird von den starken Winden aus dem "Golfe du Lion" eher verschont. So wundert es nicht, dass hier auch mehr Touristen einbuchen. Aber egal, in welchem Teil Menorcas - vom Cap Sa Mola bis zum Cap de Bajolí - Sie sich aussuchen, überall kann man die menorquinische offene Lebensfreude spüren. |