Wirtschaft
Polen
Bruttoinlandsprodukt (BIP)

nach Kaufkraftparität

$624,6 Milliarden (2007)

offizieller Wechselkurs

$418,1 Milliarden (2007)

reale Wachstums- /Steigerungsrate

6,5% (2007)

pro Kopf (PPP)

$16.200 (2007)

nach Wirtschaftszweigen

Landwirtschaft 4,1%
Industrie 31,9%
Dienstleistung 64% (2007)

Erwerbstätige Bevölkerung

17,01 Millionen (2007)

nach Tätigkeit

Landwirtschaft: 16,1%
Industrie 29%
Dienstleistung 54,9% (2002)

Arbeitslosenquote

12,8% (2007)

Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze



17% (2003)

Haushaltseinkommen bzw. Vebrauch in Prozentanteilen


Niedrigste 10%: 3,1%
Höchste 10%: 27% (2002)
Verteilung des Familieneinkommens


36 (2005)
Inflationsrate (Verbraucherpreise)



2,1% (2007)

Investition (brutto fixiert)



21,8% vom BIP (2007)

Budget/Kostenrahmen

Einnahmen $80,53 Milliarden
Ausgaben $88,7 Milliarden (2007)

Staatsschulden

44,5% vom BIP (2007)

Industrielle Produktion Wachstumsrate

10% (2007)


Elektrizität
Produktion

146,2 Milliarden kWh (2005)

Verbrauch

120,4 Milliarden kWh (2005)

Exporte

16,19 Milliarden kWh (2005)

Importe

5,002 Milliarden kWh (2005)

Öl
Produktion

32.800 Barrel/Tag (2005)

Verbrauch

462.700 Barrel/Tag (2005)

Exporte

51.780 Barrel/Tag (2004)

Importe

480.300 Barrel/Tag (2004)

Reserven

96,38 Millionen Barrel (Januar 2006)

Erdgas
Produktion

5,828 Milliarden cu m (2005)

Verbrauch

15,58 Milliarden cu m (2005)

Exporte

42,2 Millionen cu m (2005)

Importe

10,01 Milliarden cu m (2005)

Reserven

158,1 Milliarden cu m (Januar 2006)

Aktueller Kontostand

$-18,13 Milliarden (2007)

Exporte

$137,9 Milliarden f.o.b. (2007)

Export-Partner

Deutschland 30%, Italien 6,1%, Frankreich 6%, das Vereinigte Königreich 5,4%, Tschechische Republik 4,3%, Niederlande 4,3%

Waren

Maschinenbau und Transportwesen 37,8%, industriell hergestellte Waren, 23,7%, Fertigwaren 17,1%, Nahrung und lebende Tiere 7,6% (2003)

Importe / Einfuhren

$150,7 Milliarden f.o.b. (2007)

Import-Partner

Deutschland 24,4%, Italien 7,9%, Russland 7,3%, Frankreich 6,7%, China 4,6%

Waren

Transportwesen Maschinen und Geräte, Chemikalien, Erdöl, Textilien, landwirtschaftliche Erzeugnisse

Wirtschaftshilfe - Empfänger/Bezieher

$1,524; Milliarden in der EU zur Verfügung stehende Fonds zur Strukturanpassung (2004)

Reserven in Devisen und Gold



$61,46 Milliarden (2007)

Verschuldung im Ausland

$187,8 Milliarden (2007)

Direktinvestitionen aus dem Ausland

$104,2 Milliarden (2006)

Direktinvestitionen in das Ausland

$10,68 Milliarden (2006)

Bodennutzung

bebaubares Land 40,25%
ständige Ernten auf 1%
andere Landnutzung 58,75% (2005)
Landwirtschaftliche Produkte

Kartoffeln, Früchte, Gemüse, Weizen, Geflügel, Eier, Schweinefleisch

Bewässerungsgebiet

1.000 qm2 (2003)
Bodenschätze

Kohle, Schwefel, Kupfer, Erdgas, Silber, Salz, Bernstein, bebaubares Land

Industrien

Maschinenbau, Eisen und Stahl, Kohlebergbau, Chemikalien, Schiffsbau, Nahrungsverarbeitung, Glas, Getränke, Textilien

Finanzjahr

Kalenderjahr

Alle Angaben ohne Gewähr
Stand: November 2007 (wenn nichts anderes genannt)

Wirtschaft


Polen

Polens Wirtschaft wurde nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang durch die kommunistische Führung geprägt. Stahl, Bergbau, Schiffbau und Chemie waren die subventionierten Eckpfeiler einer staatlich orientierten Industrie. Die Landwirtschaft war und ist sehr bedeutend für kleine und mittelständige Betriebe, die meist in Familienbesitz sind.

Nach Streiks und Gründung freier Gewerkschaften wurden Anfang der Neunziger Jahre unter dem neuen Präsidenten Walesa die längst überfälligen Reformen und die Privatisierung begonnen. Doch die gigantischen Betriebe der Schwerindustrie aus der kommunistischen Ära sind nicht von heute auf morgen umzustrukturieren. So konnte nicht verhindert werden, dass die berühmte Danziger Werft 1996 wegen Bankrott schließen musste. Doch der Weg der Marktwirtschaft wurde weiterverfolgt. Schulden im Ausland wurden gestrichen, der polnische Zloty dem Welthandel geöffnet und internationale Investoren konnten gewonnen werden. Auch der Export konnte in den letzten 10 Jahren zum Wirtschaftswachstum Polens beitragen.

Doch die Folgen der Weltwirtschaftskrise sind auch hier zu spüren - die Inflationsrate bleibt nach wie vor hoch. Jetzt hofft ganz Polen auf positive Einflüsse durch die EU-Zugehörigkeit.
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