Wirtschaft
Bolivien
Bruttoinlandsprodukt (BIP)

nach Kaufkraftparität

$39,78 Milliarden (2007)

offizieller Wechselkurs

$12,8 Milliarden (2007)

reale Wachstums- /Steigerungsrate

4% (2007)

pro Kopf (PPP)

$4.400 (2007)

nach Wirtschaftszweigen

Landwirtschaft 14,5%
Industrie 30,5%
Dienstleistung 55% (2006)

Erwerbstätige Bevölkerung

4,793 Millionen (2006)

nach Tätigkeit

Landwirtschaft: 40%
Industrie 17%
Dienstleistung 43% (2006)

Arbeitslosenquote

8% in urban areas; widespread Unterbeschäftigte (2006)

Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze



60% (2006)

Haushaltseinkommen bzw. Vebrauch in Prozentanteilen


Niedrigste 10%: 0,3%
Höchste 10%: 47,2% (2002)
Verteilung des Familieneinkommens


59,2 (2006)
Inflationsrate (Verbraucherpreise)



12% (2007)

Investition (brutto fixiert)



13,4% vom BIP (2007)

Budget/Kostenrahmen

Einnahmen $4,1 Milliarden
Ausgaben $4 Milliarden (2007)

Staatsschulden

46,2% vom BIP (2007)

Industrielle Produktion Wachstumsrate

1,1% (2007)


Elektrizität
Produktion

5,293 Milliarden kWh (2006)

Verbrauch

3,385 Milliarden kWh (2006)

Exporte

177,000 kWh (2005)

Importe

18,000 kWh (2007)

Öl
Produktion

41.570 Barrel/Tag (2007)

Verbrauch

31.500 Barrel/Tag (2007)

Exporte

18.500 Barrel/Tag (2007)

Importe

8.600 Barrel/Tag (2007)

Reserven

440,5 Millionen Barrel (Januar 2006)

Erdgas
Produktion

12,74 Milliarden cu m (2006)

Verbrauch

1,486 Milliarden cu m (2007)

Exporte

10,58 Milliarden cu m (2006)

Importe

0 cu m (2007)

Reserven

651,8 Milliarden cu m (Januar 2006)

Aktueller Kontostand

$1,325 Milliarden (2007)

Exporte

$4,259 Milliarden f.o.b. (2007)

Export-Partner

Brasilien 40%, USA 13,9%, Kolumbien 8,7%, Peru 6,3%, Japan 4,5%

Waren

Erdgas, Sojabohnen und Sojasaucenprodukte, rohes Petroleum, Zinkerz, Zinn

Importe / Einfuhren

$3,107 Milliarden f.o.b. (2007)

Import-Partner

Brasilien 29,7%, Argentinien 17,6%, USA 10,8%, Chile 7,7%, Peru 7,3%

Waren

Erdölprodukte, Kunststoffe, Papier, Flugzeuge und deren Teile, zubereitete Lebensmittel, Autos, Insektizide, Soja

Wirtschaftshilfe - Empfänger/Bezieher

$582,9 Millionen (2005)

Reserven in Devisen und Gold



$4,917 Milliarden (2007)

Verschuldung im Ausland

$3,8 Milliarden (2007)

Direktinvestitionen aus dem Ausland

$6,88 Milliarden (2004)

Direktinvestitionen in das Ausland

k.A.

Bodennutzung

bebaubares Land 2,78%
ständige Ernten auf 0,19%
andere Landnutzung 97,03% (2005)
Landwirtschaftliche Produkte

Sojabohnen, Kaffee, Koka, Baumwolle, Korn, Zuckerrohr, Reis, Kartoffeln, Holz

Bewässerungsgebiet

1.320 qm2 (2003)
Bodenschätze

Zinn, Erdgas, Petroleum, Zink, Wolfram, Antimon, Silber, Eisen, Blei, Gold, Bauholz, Wasserkraftanlagen

Industrien

Bergbau, Einschmelzen, Petroleum, Nahrung und Getränke, Tabak, Handwerk, Kleidung

Finanzjahr

Kalenderjahr

Alle Angaben ohne Gewähr
Stand: November 2007 (wenn nichts anderes genannt)

Wirtschaft


Bolivien

Das Land befindet sich momentan im Wandel. So entwickelt sich der einstige Rohstofflieferant zu einem Produzenten moderner Endprodukte. Das Wirtschaftswachstum liegt seit Jahren bei knapp vier Prozent und die Inflationsrate unter neun Prozent. Bolivien hat außerordentliche Vorkommen an Gold und Silber, die in der Kolonialzeit der spanischen Krone ungeahnte Reichtümer bescherten und Tausende von Abenteurern anzogen. Nach Argentinien und Brasilien wird Erdgas geliefert, eine Gas-Pipeline nach Brasilien ist im Bau. Die Exporterlöse aus dem Erdgas liegen inzwischen bereits bei 13 Prozent der Gesamtexporte. Die Landwirtschaft baut hauptsächlich Südfrüchte, Getreide, Obst, Soja und Baumwolle an, die zum größten Teil exportiert werden. In der subtropischen Region wird Kaffee sehr guter Qualität geerntet. Weitere Bedeutung hat der Anbau von Edelhölzern, vor allem von Mahagoni. Auf den Hochebenen weiden Lamas und Alpakas, die Wolle in sehr guter Qualität liefern. Diese wird größtenteils im Land selbst zu feinen Strickwaren verarbeitet. Seit 1993 haben die Regierungen ehrgeizige Reformprogramme aufgestellt, um die Wirtschaft zu modernisieren und vor allem staatliche Unternehmen zu privatisieren. In den Sektoren Energie, Erdöl, Telekommunikation, Bergbau und Transport ist diese Privatisierung bereits abgeschlossen.
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