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LandbeschreibungDschibuti Djibouti ist seit 1977 ein unabhängiger Staat und liegt am Eingang zum Roten Meer. Es gewinnt dadurch an Bedeutung. Strategisch gesehen ist das Horn von Afrika seit jeher ein „wunder Punkt“ in kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Völkern und Mächten in der Region. Die Wüstenrepublik liegt am Golf von Aden und grenzt an Eritrea, Äthiopien und Somalia.Djibouti stellte Anfang 2002 der deutschen Marine (rund 1500 Soldaten) im Rahmen der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" eine Logistikbasis in der Hauptstadt zur Verfügung. Mit Äthiopien verbindet Djibuti ein Abkommen vom April 2002 über die Errichtung einer Freihandelszone und die Nutzung des Hafens. Djibouti , die Hauptstadt des Staates heißt genauso wie das Land. Außerhalb der Stadt besteht das Land nur aus Wüste und Halbwüste mit extrem heißem Klima. Die Bevölkerung setzt sich im wesentlichen aus zwei ethnische Gruppen zusammen: die Afar im Norden und die Issa im Süden. Zwischen beiden herrscht eine erbitterte Rivalität. Die Afar sehen eine Vorherrschaft der Issa und fordern einen eigenen unabhängigen Staat. 1977 entschieden sich die beiden Stämme in einer Volksabstimmung für eine gemeinsame unabhängige Republik. Da nur Bruchteile des Landes bewirtschaftet werden können, gehört Dschibuti zu den ärmsten Ländern in Afrika. Nach einer Flüchtlingswelle, ausgelöst durch einen Krieg zwischen Äthiopien und Somalia, hat sich die Situation noch verschärft. Djibouti hat kaum Bodenschätze. Der Wassermangel und das verwüstete Land verhindern eine Entwicklung in der Landwirtschaft, die industrielle Produktion ist unbedeutend. Der Handel mit den Nachbarstaaten, das Dienstleistungsgewerbe und nicht zuletzt der besondere Aspekt des Handel mit der Genußdroge Qat bringen die wenigen Devisen und nötigen Gelder in die Staatskasse. Ca. 14 % der Staatseinnahmen lassen sich auf den Handel mit Qat zurückführen und indirekt leben ca. 20.000 Menschen von Qat-Einkauf und -Verteilung. Rund 80 % der erwachsenen Dschibuter konsumiert, ähnlich wie im Jemen und anderen Staaten der arabischen Welt, die Genußdroge Qat, was insbesondere das verfügbare Einkommen von ärmeren Haushalten erheblich belastet und insgesamt damit weiter zur Verschlechterung der sozialen Lage beiträgt. Touristisch ist das Land wenig erschlossen, die wenigen historischen Sehenswürdigkeiten in oft schlechtem Zustand. Ein einheitliches Kulturleben hat sich in Djibouti nicht herausgebildet, weil die Volksgruppen der Afar und Issa sich seit jeher eher feindlich gegenüber stehen und wenig Berührungspunkte haben. |
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