|
LandbeschreibungAlbanien Albanien, ein Land in Europa und dennoch ein Entwicklungsland. Eigentlich kann es oder sollte es das nicht geben, so denkt man unwillkürlich. Aber Albanien entzieht sich der Beurteilung mit herkömmlichen Maßstäben. Es ist reich an Bodenschätzen und dennoch hoch verschuldet. Die Analphabetenrate ist nach wie vor sehr hoch und trotz eines uralten Rechtssystems, ist die Kriminalität im Land weit verbreitet.Obwohl es viel zu sehen gibt, sind Touristen, bedingt durch die nach wie vor schwierige Lage in Albanien, selten. Mehr als zwei Drittel des Staatsgebiets werden von Bergland und zum Teil von Hochgebirgsregionen eingenommen. Vom Shkodrasee im Norden bis nach Vlora im Süden erstreckt sich eine zum Teil nur wenige Kilometer breite Schwemmlandebene entlang der Küsten. Rund ein Drittel der Fläche Albaniens ist bewaldet. Im raueren Hochalbanien kommen noch Wölfe, Bären und Adler (Wappentier) vor. Die Albaner verstehen sich selbst als Nachfahren der Illyrer. Vom Römischen Reich unterworfen, aber als tapfere Krieger geschätzt, begann im ersten Jhd. n. Chr. die lange Zeit der Fremdherrschaft und Besatzung. 1389, nach der verlorenen Schlacht auf dem Amselfeld, bei der Albaner und Serben gemeinsam gegen die Türken kämpften, begann die Islamisierung des Landes. Auch der Befreiungskampf unter dem Nationalhelden Skanderbeg konnte die nun folgende 500 jährige Besatzung nicht verhindern. Eine bewegte und vor allem nicht immer gewaltfreie Geschichte begleitete das Land durch das 19. und 20. Jh. In Glaubensfragen sind Albaner, vor allem Jugendliche, heute aber äußerst tolerant und offen. Der besondere Reiz Albaniens liegt in der Abwesenheit des Massentourismus und der relativen Unberührtheit. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||