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LandbeschreibungAfghanistan Der zentrale Hindukusch beherrscht die Natur des Landes und steigt bis über 7000 Meter über dem Meeresspiegel an. Das Gebirge teilt Afghanistan in eine Nord- und eine Südregion. Der Nordteil wird überwiegend vom Tiefland vom Turan bestimmt, der Süden bietet eine lebensfeindliche Umwelt aus Wüsten und Salzsümpfen. Das Klima ist extrem. Im Sommer werden Temperaturen von über 40°C, im Winter 25°C unter Null gemessen.Nach dem Ende der Taliban ist die Bevölkerung, mehr denn je, in ethnische Gruppen zersplittert. Flüchtlingswellen unterstützen diese Entwicklung besonders in den letzten Jahren. 33 grössere Gruppen, von denen die wichtigste die der Paschtunen ist. Sie stellt auch die Mehrheit der Nomaden. Tadschiken, Hazara, Usbeken, Turkmenen, Belutschen, Kirgiesen und Kisilbasch sind nur einige der zahllosen Splittergruppen. Am 7.10. 2001 begann unter direkter britischer Beteiligung eine amerikanische Militäraktion gegen das Talibanregime und Stützpunkte der Terrororganisation »Al-Qaida« von Osama Bin Laden. Nach Abschluss der Kriegshandlungen entsandte die UNO ein Kontingent von Soldaten verschiedener Nationalitäten, die den Erhalt von Ruhe und Ordnung und den Wideraufbau sicherstellen sollten. Nach dem Erfolg der im Jahre 2001 auf dem Bonner Petersberg zusammengekommenen Afghanistan-Konferenz beschloss die „Grosse Ratsversammlung“ des Landes, das bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung die Verfassung von 1964 gelten solle. Lediglich einige nicht mehr zeitgemäße Artikel wurden ausser Kraft gesetzt. Am 4.1. 2004 verabschiedete die "Loya Jirga" eine neue Verfassung (seit 16.1.2004 in Kraft), nach der Afghanistan eine Islamische Republik mit Präsidialsystem ist. Als Staatsoberhaupt und Regierungschef mit weitgehenden Vollmachten fungiert der Präsident (auf 5 Jahre direkt gewählt). Ihm stehen zwei für die gleiche Zeit gewählte Vizepräsidenten zur Seite. Die Einsetzung eines Obersten Gerichtshofes (9 Richter, auf 10 Jahre vom Präsidenten ernannt) ist vorgesehen. Afghanistan gehört zu den ärmsten Entwicklungsländern der Welt. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg sind die Infrastruktur und die Produktionsanlagen weitgehend zerstört. Weite Bereiche des Landes orientieren sich wieder an der Selbstversorgung. |
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