Mittwoch, November 22, 2017
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Helsinki – Tochter der Ostsee

Schären vor Helsinki

Helsinki ist in der heutigen Zeit das kulturelle, finanzielle und wirtschaftliche Zentrum von Finnland. Gegründet wurde die relativ junge Stadt 1550 vom schwedischen König Gusav Vasa, der dem estnischen Tallinn eine Konkurrenzstadt im Ostseehandel errichten ließ. Im Jahre 1809 verloren die Schweden die Provinz Finnland im Krieg gegen Russland und 1812 löste Helsinki mit damals nur 4000 Einwohnern Turku als Hauptstadt des autonomen russischen Großfürstentums Finnland ab. Im Jahre 1917 schließlich wurde Helsinki die Hauptstadt der neu gegründeten unabhängigen Republik Finnland und ist es bis in die heutige Zeit.

Das kulturelle Leben von Helsinki ist intensiv und vielseitig, ganz besonders während der warmen Sommermonate mit der Mitternachtssonne. Aber selbst im harten Winter mit bis zu 18 Stunden Dunkelheit pro Tag pulsiert hier das Leben in den unzähligen Bars, Kneipen und Clubs dank der vielen Studenten. 


Auffälligste Eigenart der Finnen ist für die meisten Touristen ihre völlig unverständliche Sprache. Sie ist weder slawisch noch skandinavisch, sondern wurde vor langer Zeit von den Ahnen der heutigen Finnen aus Zentralasien mitgebracht.

Entscheidend geformt wurden der Charakter und die Kultur dieses Volkes während Jahrhunderten von der Natur, der mit Respekt begegnet wird. So besitzt selbst die dynamische Großstadt Helsinki ein bemerkenswertes Maß an Grünflächen und Gewässern zum Kanufahren und Segeln. Um das Zentrum erstrecken sich lange Radwege. Im Winter tummeln sich Schlittschuhfahrer und Rallyepiloten auf den zugefrorenen Seen und Scharen von Langläufern auf den zahlreichen Loipen.

Doch Helsinki hat noch mehr zu bieten als Parks und Naherholungsgebiete. Die Hauptstadt von Finnland ist auch architektonisch eine Augenweide und hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Hauptstädten. Die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten sind alle im kompakten Zentrum von Helsinki bequem zu Fuß zu erreichen.

Lutheranische Kathedrale mit Statue des russischen Zaren Alexander II

Auf dem Hauptplatz von Helsinki dem beeindruckenden Senatsplatz (finnisch: Senaatintori), der als einer der schönsten in ganz Nordeuropa gilt, steht die Statue des russischen Zaren Alexander II, umgeben von der Lutheranischen Kathedrale (finnisch: Tuomiokirkko), der Universität und dem Regierungssitz. Eine prächtige, breite Treppe führt zum Dom, der mit vier Türmen und einer mächtigen Kuppel versehen ist.

Markt in Helsinki (Kauppatori)

Auf dem Marktplatz (finnisch: Kauppatori) direkt am Hafen findet das ganze Jahr, werktags und samstags, ein farbenfroher offener Markt statt. Die Stände sind mit Früchten, Gemüse, anderen Esswaren, Getränken, Souvenirs und Kleidern überladen. Der Fisch wird direkt vom Boot aus im nahen Cholerabecken (finnisch: Kolera-allas) verkauft, das so genannt wird, weil im 19. Jahrhundert hier eine Epidemie ausgebrochen ist. In der Mitte des Marktplatzes steht ein hoher Obelisk, der an den Besuch der Zarin Alexandra Fedorowna im Jahre 1833 erinnert.

An der Nordseite des Platzes befindet sich das vom deutschen Architekten in russischen Diensten Carl Ludwig Engel 1833 erbaute Rathaus (finnisch: Kaupungintalo)  mit hellblauer Fassade, welches einst als Hotel entworfen wurde. An der Westseite des Platzes schließt sich die breite, von Baumalleen gesäumte Prachtstraße Esplenade mit dem beliebten Restaurant Esplanadikappeli an.

Östlich vom Markt, direkt an den Südhafen anschließend, führt eine Brücke zur Halbinsel Katajanokka. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gab es hier nur einzelne Fischerhäuser. Später wurde das Gelände hauptsächlich als Marinehafen genutzt. Der Stadtteil Katajanokka repräsentiert finnischen, Jugendstil auf seinem Höhepunkt. Die sechsstöckigen Häuser und ihre Höfe vom Beginn des letzten Jahrhunderts sind einen Spaziergang wert.

Uspenski-Kathedrale

Sie liegen östlich der Uspenski-Kathedrale. Die orthodoxe Hauptkirche, die Uspenski-Kathedrale, liegt auf einem felsigen Hügelland. Der rote Backsteinbau wird von 13 vergoldeten Kuppeln gekrönt, die Christus und die zwölf Apostel symbolisieren.

Im Wohnbezirk Töölö liegt eine der Hauptattraktionen von Helsinki, die so genannte Felsenkirche (finnisch: Temppeliaukion Kirkko). Sie ist das spektakuläre Werk der Brüder Timo und Tuomo Suomalainen. Sie beiden Brüder verwendeten als Fundament einen Felsen, der sich 12 Meter über die Straße erhebt. Der 1969 beendete Bau ist eine aus dem Fels gesprengte moderne Rotunde, überwölbt von einer Kuppel aus Kupferdraht.

 

Hier finden Sie weitere Bilder zu Helsinki .

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